Zinsmanipulationen: BaFin prüft laut Insidern Vorkehrungen deutscher Banken
BaFin untersucht: Wie steht es um die Manipulationsvorsorge?
Wie die Nachrichtenagentur Reuters von mehreren mit den Vorgängen vertrauten Insidern erfahren hat, nimmt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aktuell offenbar die Sicherheitsvorkehrungen mehrerer großer deutscher Banken genauer unter die Lupe.
Welche deutschen Banken wirken eigentlich an der täglichen Festlegung des Euribor mit?
Der Hintergrund der Überprüfung laut der Reuters-Quellen: Die BaFin will erfahren, ob die betreffenden Institute bereits ausreichende Vorkehrungen getroffen haben, um Zinsbetrügereien wie den spektakulären Zinsskandal um den Interbankenzinssatz Libor in Zukunft zu verhindern.
Bei der laufenden BaFin-Untersuchung geht es allerdings nicht um den Libor sondern um den europäischen Referenzzinssatz Euribor, der täglich ermittelt wird. Dieser wichtige Zinssatz basiert auf den Daten von 43 europäischen Geldinstituten, darunter finden sich auch acht deutsche Banken: Deutsche Bank, Commerzbank, DZ Bank (im Bild), LBBW, BayernLB, Helaba, NordLB und die Landesbank Berlin.
„Die BaFin hat keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass deutsche Banken versucht haben, den Euribor zu manipulieren”, sagte eine der informierten Personen der Nachrichtenagentur.
Nur BaFin-Überprüfung: Keine Zinsskandal-Ermittlungen
Bei der Prüfung, die den Quellen zufolge bislang nur knapp zur Hälfte abgeschlossen ist, scheint es also tatsächlich nicht um einen weiteren drohenden Zinsskandal sondern nur um eine grundlegende Überprüfung der Organisationsstrukturen der acht am Euribor mitwirkenden Banken aus Deutschland zu gehen.
(Bild: © Daniel Gast / www.pixelio.de)
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