Zinsfallen: Banken setzen auf Unwissenheit ihre Kunden
Flexible Zinsen bei Sparanlagen ermöglichen versteckte Senkungen

Um über Zinssenkungen stets Bescheid zu wissen, ist eine hohe Eigeninitiative der Sparer gefragt. Denn in vielen Fällen schmälern Banken die Zinsen still und leise, ohne dass ihre Kunden direkt informiert werden. Möglich machen das die in der Regel flexiblen Zinssätze der Sparprodukte. Diese lassen Konditionsänderungen von Seiten der Bank jederzeit zu.
Die Stiftung Warentest hat jetzt veröffentlicht, dass viele Banken mit hohen Einstiegszinsen zum Abschluss locken. Nach kurzer Zeit werden sie dann kräftig gesenkt und das vermeintliche Spitzenangebot entpuppt sich als Flop. Die Änderungen werden lediglich in Bankaushängen oder online auf den Websites vermerkt, wo sie kaum ins Auge fallen. Auch auf direkte Nachfrage beim Berater erfährt der Kunde von den aktuellen Zinsen.
Sonderfall: ING-DiBa schreibt Kunden an
Die ING-DiBa bildet eine Ausnahme: Sie versendet Schreiben mit detailierten Zinsänderungen direkt an ihre Kunden. Negative Überraschungen bleiben dadurch beim Tagesgeldangebot “Extra Konto” aus. Dass dieser Service bei den Kunden ankommt, bestätigen unter anderem die 20 Testsiege der ING-DiBa in den letzten 24 Monaten.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Sparanlagen sind Top-Anlagemöglichkeiten, v. a. für kurze Laufzeiten zwischen 3 und 12 Monaten. Wichtig ist es in jedem Fall über die Zinssätze Bescheid zu wissen: Alle drei Monate sollten Kunden prüfen, wie sich Zins und Anlage entwickelt haben. Die aktuellen Tagesgeld-Zinsen im direkten Vergleich gibt’s bei der BankLupe!
(Foto: © srbichara / stock.xchng)
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