WestLB: Bund, Land, Sparkassenverbände und HeLaBa beenden Kapitel WestLB
Nach Skandalen, Fehlspekulationen und Verhandlungen über frisches Geld: WestLB ist weg!
Am Wochenende sind in Düsseldorf (im Bild: Skyline von Düsseldorf) die lange verhandelten Pläne für die Aufspaltung der einst führenden Landesbank WestLB endlich auf den Weg gebracht worden: Die HeLaBa, die Sparkassenverbände, Vertreter des Bundes und die Landesregierung und haben die auf Tisch liegenden Detailregungen endgültig abgesegnet.
Nordrhein-westfälischer Finanzminister Ist zufrieden: „Ja“ zur WestLB als „Förderbank“
„Wir nehmen eine Großbank vom Markt … Es ist ein Ende mit Schrecken, das aber einem Schrecken ohne Ende vorzuziehen ist. Wir machen einen klaren Schnitt und konzentrieren uns auf unser Kerngeschäft: Förderbank Ja, mit Steuergeld finanzierte Großbank ohne Bezug zu Landesaufgaben Nein“, erklärte der nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD).
Die Landesregierung ist froh, dass durch die Zerschlagung der WestLB nun verhindert werden kann, dass die Steuerzahler in Deutschland für immer neue Kapitalspritzen gerade stehen müssen – über die ohnehin schon langfristig zugesagten Garantien hinaus.
„Die insgesamt etwa 18 Milliarden Euro, die alle Eigentümer und der Bund zwischen 2005 und 2028 an Kosten und Wertverlusten veranschlagen müssen, sind mehr als genug“, machte Walter-Borjans am Sonntag deutlich.
HeLaBa: Landesbank bekommt Sparkassenschäft der WestLB
Mit dem Schritt in Düsseldorf wird das Sparkassengeschäft der WestLB (Größenordnung: rund 40 Milliarden Euro!) zum 1. Juli 2012 auf die hessisch-thüringische Landesbank HeLaBa übertragen. Rund um die Umsetzung dieser Transaktion hatte es zuletzt harte Verhandlungsrunden gegeben.
(Bild: © Blick auf Fernsehturm in Düsseldorf (Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen): resiko / www.pixelio.de)
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