Wachstumshoffnungen: Markit-Index für Industrie in Wachstumszone

25. Januar 2012

Markit/BME-Einkaufsmanager-Indizes für Januar übertreffen Erwartungen


Trotz merklicher Erholung bei einem wichtigen Frühindikator bleibt Markit-Ökonom Tim Moore reserviert: „Oberflächlich sieht es nach einem guten Start ins Jahr aus, aber das relativ schwache Neugeschäft deutet darauf hin, dass es bei der Erholung noch nicht rund läuft."Der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index für die deutsche Industrie, einer der mehr beachteten Frühindikatoren für die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland, konnte sich im Januar 2012, einigermaßen überraschend, wieder oberhalb über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten positionieren.

 

Gegenüber den Dezember-Zahlen stieg das Barometer um 2,5 Zähler auf 50,9 Punkte.

 

Experten hatten im Vorfeld dieser noch vorläufigen Markit-Daten lediglich mit einem Anstieg auf rund 49 Punkte gerechnet.

 

Dienstleister mit leichtem Vorsprung vor Industrie: 54,5 Zähler für Dienstleistungssektor


Dem Dienstleistungssektor in Deutschland ging es bereits seit Oktober 2011 besser, auch hier wurden im Januar die Prognosen der Experten noch einmal übertroffen.

 

Die deutschen Dienstleister rangieren im Markit/BME-Einkaufsmanager-Index nun bei 54,5 Zählern und damit deutlich in der Wachstumszone. Die Prognosen der Fachleute hatten für den Januar 2012 bei lediglich 52,6 Punkten gelegen.

 

Markit zufolge sind die Perspektiven für die gesamte deutsche Privatwirtschaft damit deutlich stabiler als noch zuletzt: Industrie- und Dienstleistungssektor zusammengefasst stehen im Januar bei 54,0 Zählern und lassen so Raum und Hoffnung für eine baldige Erholung.

 

Markit-Ökonom Tim Moore übt sich in Zurückhaltung wegen schwacher Neugeschäftszahlen


Der Index für die deutsche Privatwirtschaft befindet sich damit auf einem Sieben-Monats-Hoch. In ihrer aktuellen Analyse bleiben die Markit-Experten allerdings noch sehr zurückhaltend:

 

„Oberflächlich sieht es nach einem guten Start ins Jahr aus”, sagte Markit-Ökonom Tim Moore der Nachrichtenagentur Reuters. „Aber das relativ schwache Neugeschäft deutet darauf hin, dass es bei der Erholung noch nicht rund läuft.”

 

 

(Bild: © Verbesserter Ausblick für deutsche Industrie zum Jahresauftakt: s.media / www.pixelio.de)


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