Von wegen Schuldenkrise – Eurorettungsfonds kriegt Geld fürs Schuldenmachen

19. Juli 2012

Negativzinsen nicht nur für Deutschland


Für Anleihen der Bunderepublik akzeptieren Anleger schon seit einigen Monaten negative Zinsen. Statt Zinsen zu bekommen, zahlen die Anleger also dafür Geld, dass sie der Bundesrepublik Deutschland Geld leihen dürfen. Inzwischen befindet sich auch der Eurorettungsfonds in einer ähnlich komfortablen Lage. Auch der EFSF bekommt inzwischen Geld dafür, dass er Geld von Anlegern annimmt.

 

Der Hauptgrund dafür: Der EFSF wird zu einem großen Teil von Deutschland geschultert und verfügt somit – zumindest in den Augen der Investoren – über eine vergleichsweise hohe Bonität. Dementsprechend sind Anleger bereit, niedrige Zinssätze für Anlagen zu akzeptieren oder wie jetzt sogar Negativzinsen zu akzeptieren.

 

Auf Dauer werden die Zinsen wieder steigen


Dass jetzt selbst der ESFS Geld dafür bekommt, dass er sich Geld leiht, ist ein Zeichen dafür, dass Anleger noch immer ganz massiv verunsichert sind und nicht wissen, wie sie ihr Geld in der aktuellen wirtschaftlich schwierigen Lage investieren sollen.

 

Kein Wunder, immerhin ist es derzeit weder leicht, attraktive Renditen zu erzielen, noch Anlageformen zu identifizieren, bei denen man als Anleger keine erheblichen Risiken eingehen muss. Dabei handelt es sich aber aller Wahrscheinlichkeit nach nur um eine vorübergehende Sondersituation. Auf Dauer werden Anleger wohl kaum mit Negativzinsen leben können, immerhin ist die Inflationsrate mit rund zwei Prozent deutlich positiv.

 

Tagesgeldkonten bieten sich als Alternative an


Für Anleger, die nicht dauerhaft einen derart hohen Kaufkraftverlust hinnehmen wollen, bieten sich Tagesgeldkonten als Alternative an.

Diese sind vielleicht nicht ganz so sicher wie Staatsanleihen, bieten aber eine deutlich positive Rendite. Bei Anbietern wie der Gefa Bank oder MoneYou erhalten Anleger derzeit deutlich über zwei Prozent jährlich.

 

 

(Foto: © Markus Vogelbacher / www.pixelio.de)


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