USA: Finanzminister lobt griechische Reformbemühungen
Überraschend: Timothy Geithner sieht Reformfortschritte in Griechenland positiv
In der US-Hauptstadt Washington (im Bild: Weißes Haus) hat US-Finanzminister Timothy Geithner überraschend deutlich Partei für Griechenland ergriffen: Das südeuropäische Land habe seiner Einschätzung nach zwischenzeitlich ein „sehr starkes und sehr schwieriges Reformpaket“ beschlossen.
Geithner: IWF kann und soll Griechenland stärker helfen
Die Verantwortlichen in Griechenland würden dafür laut Geithner Respekt verdienen und der IWF (Internationaler Währungsfonds) und andere internationale Institutionen sollten in der Krise fest zum reformwilligen Griechenland stehen.
Dem US-Finanzminister zufolge wollen auch die USA selbst aktiver werden und sich unter anderem beim IWF für weitere Griechenland-Hilfen stark machen. Im Mai 2010 hatte sich der Internationale Währungsfonds mit circa 30 Milliarden Euro am insgesamt 110 Mrd. Euro schweren, ersten Rettungskreditpaket für Griechenland beteiligt.
Kein Zufall: US-Unterstützung unmittelbar vor entscheidendem Treffen in Brüssel
Mit seinen lobenden Worten nahm Geithner unter anderem Bezug auf die zuletzt in Athen beschlossenen zusätzlichen Einsparungen in Höhe von rund 3,2 Mrd. Euro. Das Timing der moralischen US-Unterstützung für die schuldengeplagten Südeuropäer ist dabei natürlich kein Zufall: In Brüssel beraten am heutigen Montag die Finanzminister der Euro-Zone über die nächsten anstehenden Schritte zur weiteren finanziellen Stützung von Griechenland.
Für die Rettung Athens sollen nach dem Willen der Beteiligten letztendlich bis zu 130 Mrd. Euro in Form von weiteren Hilfskrediten zur Verfügung gestellt werden.
(Bild: © Weißes Haus in Washington, D.C.: Linda Dahrmann / www.pixelio.de)
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