US-Zahlungsunfähigkeit: Notenbank Fed mit Plan für den Fall der Fälle

21. Juli 2011

Federal Reserve: Die US-Notenbank hat einen Notfallplan für eine drohende US-Zahlungsfähigkeit erarbeitet


Die führenden Großbanken der USA haben bereits erste Vorkehrungen für den Worst Case, die ab Anfang August drohende Zahlungsunfähigkeit der USA, getroffen. Nun hat auch die US-Notenbank Federal Reserve nachgezogen und arbeitet intensiv an der Planung aller möglichen Eventualitäten.

 

Fed-Vorsorge für den Ernstfall: Notenbank der USA trifft Vorkehrungen für den Fall der FälleGegenüber US-Pressevertretern bestätigte Charles Plosser, der Präsident der Federal Reserve Bank in Philadelphia, in diesem Zusammenhang: „Die Notfallplanung läuft. Wir sind alle daran beteiligt, es ist ein sehr aktiver Prozess.“

 

Noch glauben auch die Fed-Verantowrtlichen an eine politische Lösung in Washington


Allerdings glaubt auch der Fed-Präsident aus Philadelphia aktuell noch an eine rechtzeitige Einigung zwischen US-Regierung und der Opposition. Er geht davon aus, dass Präsident Barack Obama in den laufenden Verhandlungen die entscheidende Rolle spielen kann.

 

Auf diese Weise könnte die umstrittene Schuldenobergrenze erneut an die tatsächlichen Haushaltserfordernisse angepasst werden – und eine Zahlungsunfähigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika doch noch vermieden werden.

 

Herausforderung: Die Fed ist quasi die Hausbank des US-Finanzminsiteriums


Dennoch können und wollen sich die Experten der Federal Reserve in den USA natürlich nicht auf einen solchen Ausgang in der Politik verlassen. Aus diesem Grund planen die Federal Reserve und ihre Filialen nach Plossers Angaben bereits jetzt Szenarien und vor allem das konkrete Vorgehen nach dem Eintritt einer Zahlungsunfähigkeit.

 

Der Hintergrund: Die Fed fungiert in den USA fast wie die Bank des US-Finanzministeriums, die Freigabe oder Nichtfreigabe von Schecks wäre im Krisenfall also einer der wichtigsten Punkte des Fed-Krisenmanagements. Über die Fed laufen in der Praxis die Schecks für zahllose Empfänger, betroffen wären sowohl Sozialhilfeempfänger als auch hohe Regierungsangestellte.

 

 

(Foto: © Thorben Wengert / www.pixelio.de)


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