UNIQA: Österreicher verkaufen Mannheimer an Continentale
Über den Kaufpreis für die 92-prozentige UNIQA-Tochter wurde Stillschweigen vereinbart
Der in der österreichischen Hauptstadt Wien ansässige Versicherungskonzern UNIQA (im Bild: UNIQA-Tower, Wien) will sich nach eigenen Angaben zügig von seiner Deutschland-Tochter Mannheimer Versicherungen trennen. Aktuell hält die UNIQA-Gruppe noch circa 92 Prozent an der Mannheimer.
Diese Anteile sollen nun komplett an den Continentale-Versicherungsverbund veräußert werden.
Konzernumbau aus der Not geboren: UNIQA-CEO Andreas Brandstetter muss handeln
Schon am gestrigen Mittwoch haben die Parteien nach UNIQA-Angaben eine diesbezügliche Einigung erzielen können, über den letztendlichen Kaufpreis wurde allerdings – wie allgemein üblich – Stillschweigen vereinbart.
Der Verkauf der Beteiligung an der Mannheimer Versicherung passt dabei in die aktuelle Gesamtstrategie des österreichischen Versicherers: Der erst seit Sommer 2011 im Amt befindliche UNIQA-CEO Andreas Brandstetter hatte kürzlich einen umfangreichen Konzernumbau angekündigt.
Der Hintergrund: Schon zweimal in seiner bislang kurzen Amtszeit musste der Vorstandschef in Wien die Gewinnprognose für UNIQA senken.
Für 2011 wird sogar mittlerweile gar kein Gewinn mehr erwartet, die Konzernverantwortlichen rechnen vielmehr mit einem Vorsteuerverlust in der Größenordnung von 250 bis 300 Millionen Euro.
Wie verliefen die ersten drei Quartale für die UNIQA-Gruppe?
Die ersten neun Monate verliefen bereits entsprechend enttäuschend: Vor allem die hohen Abschreibungen auf Griechenland-Bonds machten dem Versicherer schwer zu schaffen.
Insgesamt schlugen Abschreibungen und zusätzliche Kosten durch den laufenden Konzernumbau bislang im aktuellen Geschäftsjahr schon mit 181 Millionen zu Buche.
(Bild: © UNIQA-Tower: Katharina Wieland Mueller / www.pixelio.de)
Weitere Artikel zum Thema:
- Erste Group: Ungarn und Rumänien machen große Probleme
- Landesbank Berlin: LBB peilt in 2011 keinen Gewinn mehr an
- Erste Bank: Probleme in Ungarn und Rumänien bescheren hohe Verluste
- BNP Paribas: Drastischer Gewinneinbruch wegen Griechenland-Abschreibungen
- Riester-Formulare: ERGO-Versicherungsgruppe räumt Fehler ein


