UniCredit: Kapitalerhöhung verläuft bislang nicht wunschgemäß

10. Januar 2012

Herausforderung Kernkapitalquote: Santander schlägt sich viel besser als UniCredit


Während die größte Bank der Euro-Zone, die spanische Santander-Bankengruppe, zu Wochenbeginn mit dem vollständigen Ausgleich ihrer EBA-Kapitallücke eine Erfolgsstory präsentieren konnte, hat die größte italienische Bank – die UniCredit – weiter schwer mit ihrer laufenden milliardenschweren Kapitalerhöhung zu kämpfen.

 

UniCredit-Aktie verliert zu Wochenbeginn 13 Prozent und nähert sich Bezugsrechtswert an


Am Montag ging es mit dem Kurs der Aktie der UniCredit-Bankengruppe kontinuierlich weiter bergab.

 

UniCredit zu Wochenanfang in großen Schwierigkeiten: Nach Beginn der Zeichnungsfrist für die geplante Kapitalerhöhung sank sowohl der Kurs der Aktie als auch der Bezugsrechte dramatischDer Hintergrund: Seit diesem Montag haben die Aktionäre der UniCredit drei Wochen lang die Möglichkeit neue Aktien der italienischen Großbank zu zeichnen. Direkt zum Start der Zeichnungsfrist brach der Kurs der ohnehin in großen Schwierigkeiten steckenden Bankenaktie um weitere 13 Prozent auf nur noch 2,29 Euro pro Anteilsschein ein.

 

Die aktuell zusätzlich zur Aktie an den Börsen gehandelten Bezugsrechte verloren sogar fast zwei Drittel an Wert. Ein solches Bezugsrecht gibt UniCredit-Aktionären die Möglichkeit zwei neue Aktien zu jeweils 1,943 Euro zu erwerben.

 

Börsenmontag: Sowohl Aktie als auch Bezugsrechte mussten im Handel ausgesetzt werden


Zu Wochenbeginn mussten beide Papiere zwischenzeitlich vom regulären Handel ausgesetzt werden, der Preisverfall war einfach zu drastisch und schnell.

 

Nach Einschätzung von Tradern und Analysten waren für die Kursabstürze vom Wochenanfang dabei vor allem zwei Einflussfaktoren ausschlaggebend:

 

Investoren hätten die UniCredit-Aktie fast fluchtartig verlassen, parallel dazu sei der Kursverfall bei den Bezugsrechten allerdings eher auf taktische Manöver von Anlegern zurückzuführen. Diese hätten in großem Umfang Bezugsrechte verkauft, um sich später wieder zu günstigeren Konditionen mit diesen eindecken zu können.

 

 

(Bild: © Börsenwoche begann für UniCredit mit deutlichem Kursverfall: Rainer Sturm / www.pixelio.de)


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