UBS AG: Gewinneinbruch mit Folgen für das Personal

23. August 2011

Schweizer Großbank kündigt rund 3.500 Entlassungen an


Der Gewinneinbruch bei der Schweizer Großbank UBS AG im zweiten Quartal 2011 hat nun auch ganz direkte Folgen für das Personal der Bank. Die Verantwortlichen der Bank haben am heutigen Dienstag Entlassungen in der Größenordnung von 3.500 Stellen angekündigt.

 

Dies entspricht circa 5 Prozent der Gesamtbelegschaft des UBS-Konzerns, weltweit arbeiten rund 65.700 Menschen für UBS, circa ein Viertel davon (17.000 Mitarbeiter) in der Sparte Investmentbanking.

 

Sparziel 2 Milliarden Franken: UBS-Personalplanung liegt voll im Branchentrend


Bis Ende 2013 sollen durch den Abbau jeder zwanzigsten Stelle im Hause UBS rund zwei Milliarden Schweizer Franken an Personalkosten eingespart werden. Bereits vor rund einem Monat hatte das UBS-Management einen finanziellen Korridor für Sparmaßnahmen vorgegeben, der sich zwischen 1,5 und 2,0 Mrd. Franken erstreckte.

 

Die unmittelbaren des schwachen zweiten Quartals der UBS: Stellenstreichungen, vor allem in den Bereichen Investmentbanking und Wealth Management.Die heutigen Ankündigungen von Entlassungen bei der UBS AG passen dabei genau in den Branchentrend, sowohl in den USA als auch in Europa. Bei der Bank of America sollen ebenfalls rund 3.500 Stellen sicher wegfallen, es wird sogar noch über weitere Stellenstreichungen gesprochen.

 

In welchen Bereichen soll der Personalabbau vorrangig stattfinden?


Auch beim großen Schweizer Rivalen der UBS – der Credit Suisse – sollen zeitnah 2.000 Stellen weg fallen. Insgesamt geht es in der europäischen Bankenbranche um über 50.000 Jobs, der Löwenanteil entfällt dabei allerdings auf das britische Geldhaus HSBC, hier müssen rund 30.000 Mitarbeiter ganz konkret um ihren Job fürchten.

 

Die große Gemeinsamkeit aller Maßnahmen zum Personalabbau: Vor allem das Investmentbanking und der Bereich Wealth Management sind betroffen, so auch bei der UBS AG. Nach Angaben des Bank-Managements entfallen circa 45 Prozent des geplanten Stellenabbaus auf das Investmentbanking, weitere 35 Prozent betreffen die Konzernsparte Wealth Management & Swiss Bank.

 

 

(Bild: © UBS Opfikon, Europastrasse, Trading Floor / UBS 1998-2011)


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