Troika zurück in Athen: Kontroverse um Personalreserve
EU, EZB und IWF pochen auf konsequenteren Stellenabbau bei griechischen Beamten
Die vor kurzem erfolgte Rückkehr der europäischen und internationalen Prüfungskommission, der Troika, nach Griechenland sorgt weiter für Diskussionen.
Auch große Teile der griechischen Bevölkerung reagierten am Wochenende wieder mit heftigen Protesten auf die Anwesenheit der Vertreter von EU, EZB und IWF.
Troika macht weiter Druck auf Entscheidungsträger in Athen
Der entscheidende Streitpunkt zwischen der Troika und der griechischen Regierung ist dabei laut einem Bericht der Zeitung Ta Nea der geplante Umfang des Stellenabbaus im öffentlichen Dienst.
Athen will dem Bericht zufolge lediglich ältere Staatsbedienstete in die von der griechischen Regierung beschlossene „Reserve“ schicken. Der Troika aus Europäischer Kommission, Europäischer Zentralbank, und Internationalem Währungsfonds geht dies allerdings nicht weit genug.
Sie erneuerte vor dem Wochenende ihre Forderungen nach konkreteren Plänen für einen umfassenden Personalabbau in der griechischen Verwaltung. Mit den Geldern der nächsten Hilfstranche für Griechenland sollen schließlich auch die Gehälter im immer noch aufgeblähten Personalapparat des öffentlichen Dienstes bezahlt werden.
Die Befürchtung: Griechische Beamte könnten auf breiter Front auf Wiedereinstellung klagen
Darüber hinaus gibt es laut dem Ta Nea-Bericht in der Troika mittlerweile die Befürchtung, dass eine Entlassung von Staatsbediensteten erst der Anfang sein könnte:
Auch in Griechenland sind, genau wie in Deutschland, Beamte unkündbar – und viele von ihnen könnten auf ihr verfassungsmäßiges Recht pochen und versuchen vor Gericht ihre Wiedereinstellung einzuklagen.
(Bild: © 110stefan / www.pixelio.de)
Weitere Artikel zum Thema:


