Trichet Nachfolger bei der EZB - Beratung erst ab März
Schäuble setzt Fokus auf Reformen in Europa
Wer soll im Oktober die Nachfolge von EZB Präsident Jean-Claude Trichet antreten? Diese Frage beschäftigt Zeitungen, Politiker und Bürger in der EU. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble winkte erst einmal ab: Beratungen dazu würden erst im März starten, die Europa Reformen seien für den Europäischen Rat aktuell vorrangig.
Der Focus berichtete über ein Interview Schäubles im Deutschlandfunk, bei dem er die Reihenfolge der Aufgaben genau gliederte: Bis Ende März müssten die Reformen bearbeitet werden. Im Fokus steht dabei unter anderem die Verstärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Als aktueller Vorsitzender der Europäischen Zentralbank unterstützt Trichet dabei Bundeskanzlerin Merkels Vorschlag eines sogenannten Wettbewerbspakts.
Reformen im Europäischen Rat: Deadline Ende März
Auch die beständige Krisenstabilisierung und eine mögliche Einhaltungspflicht für alle EU-Staaten stehen oben auf der To-Do-Liste im Europäischen Rat. Mit der Beratung zu Trichets Nachfolge als Präsident der EZB starte man direkt im Anschluss an die Verabschiedung der Reformen, so Wolfgang Schäuble.

Deutscher Bewerber um Amt als EZB Präsident?
Ob sich zum Ende Trichets Amtszeit im Oktober ein Deutscher um die EZB Präsidenten-Nachfolge bewerbe wollte der Bundesfinanzminister jedoch nicht andeuten: “Das werden wir dann sehen”, wird Schäuble bei Focus zitiert.
Bisher galt Axel Weber, aktuell Bundesbankpräsident, als heißer Anwärter auf den Posten als zukünftiger EZB Präsident. Diese Vermutung kann jedoch verworfen werden: Mit seiner vorzeitigen Abgabe des Amts als Bundesbankpräsident im April ist er dann auch kein potentieller Trichet-Nachfolger mehr.
(Foto: © nickel715 / flickr)
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