Teilverstaatlicht: Österreich muss bei ÖVAG einsteigen!
Österreichische Volksbank AG: Das genossenschaftliche Spitzeninstitut wird teilverstaatlicht
Seit heute ist es amtlich: Auch die schwer angeschlagene Österreichische Volksbank AG (kurz ÖVAG) teilt künftig das Schicksal einer ganzen Reihe von europäischen Banken und wird teilverstaatlicht!
Schlechter Tag für österreichische Steuerzahler: ÖVAG wird teilverstaatlicht
Der österreichische Staat will dem Spitzeninstitut der Genossenschaftsbanken in der Alpenrepublik nach eigenen Angaben zeitnah bei einer Kapitalerhöhung zur Seite stehen und die ÖVAG dabei mit weiteren rund 250 Millionen Euro stützen.
Falls dies tatsächlich so umgesetzt würde, wäre Österreich nach der anstehenden Kapitalerhöhung – gut informierten Finanzkreisen zufolge – mit über 40 Prozent an der in Wien ansässigen Österreichische Volksbank AG beteiligt. Wie Reuters weiter berichtet dürfte der am späten Montagabend angekündigte Schritt die Steuerzahler in Österreich aber durchaus teuer zu stehen kommen.
Der Hintergrund: Neben den Millionenbeiträgen im Rahmen der Kapitalspritze muss unser Nachbarland höchstwahrscheinlich auch auf weitere 700 Millionen Euro verzichten, welche die ÖVAG bereits in Form von Staatshilfen erhalten hat. Insgesamt hatte die Regierung in Wien seit der Finanzkrise der Österreichischen Volksbank AG mit über einer Milliarde Euro beistehen müssen.
Österreich: Bund will österreichische Banken in die Pflicht nehmen
Das österreichische Finanzministerium sieht allerdings – verständlicherweise – nicht ein, die Last des kriselnden Bankensektors in der Alpenrepublik allein zu schultern. In einer Mitteilung des Finanzministeriums hieß es zu Wochenbeginn dazu klar und deutlich, dass der Bund die drohenden Kosten „über einen Beitrag des Bankensektors gegenfinanzieren“ will.
(Bild: © Elegante Glas- und Stahlfassade in der österreichischen Hauptstadt Wien: s.media / www.pixelio.de)
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