Tagesgeld: Wie sicher sind Banken mit ausländischer Muttergesellschaft?
Trotz Auslandshintergrund kann die deutsche Sicherung zuständig sein
Anlagen bei deutschen Tochtergesellschaften ausländischer Banken sind über die deutsche Einlagensicherung geschützt. Darauf weist die Stiftung Warentest in einem aktuellen Beitrag hin. Anlagen in Tagesgeld und Festgeld sind bei solchen Instituten demnach sicher.
Auslandsbanken spielen im deutschen Einlagengeschäft eine wichtige Rolle: Hohe Zinsen für Tagesgeld und Festgeld finden sich oft bei Zweigniederlassungen von Banken aus den Niederlanden, Österreich, Großbritannien oder Frankreich.
Zweigniederlassung ist keine Tochtergesellschaft
Sofern der Status des deutschen Ablegers der einer „Zweigniederlassung“ ist, besteht kein Anschluss an die gesetzliche deutsche Einlagensicherung. Anders gelagert ist die Situation bei Tochterunternehmen: Diese sind an die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) angeschlossen und bieten damit denselben gesetzlichen Einlagenschutz wie Banken ohne jeden ausländischen Hintergrund.
Die Stiftung Warentest erwähnt in diesem Kontext unter anderem die Santander Consumer Bank, die ING-DiBa und die GE Capital Direkt. Bei allen drei Unternehmen handelt es sich um deutsche Tochterunternehmen. Alle drei Institute sind nicht nur an die gesetzliche, sondern darüber hinaus auch an die erweiterte deutsche Einlagensicherung angeschlossen und bieten dementsprechend die bestmögliche Einlagensicherheit.
Kerneuropa gilt als sicher
Auch wenn eine Bank nicht an die deutsche Einlagensicherung angeschlossen ist, besteht nicht automatisch ein Grund zur Sorge. Insbesondere die Einlagensicherungssysteme der Niederlande, Österreichs und Großbritanniens gelten als absolut zuverlässig.
Banken mit rechtlichem Sitz in den Euro-Krisenländern (Spanien, Italien, Portugal, Griechenland, Irland, Zypern) sowie aus Staaten mit eher kleinen Volkswirtschaften und bedeutender Auslandsverschuldung gelten hingegen als potenziell gefährdet.
(Foto: © Gerd Altmann / www.pixelio.de)
Weitere Artikel zum Thema:



