Tagesgeld und Festgeld schlagen Sparpläne

13. Juli 2011

Verpflichtung zum Sparen mit Sparplan wird nicht belohnt


Langfristig Sparen mit garantiertem Zinssatz und attraktivem Schlussbonus: So oder so ähnlich verkaufen Banken die klassischen Sparpläne. Was auf den ersten Blick vernünftig und verlockend klingt, entpuppt sich fast immer als die schlechtere Alternative. Besser: Anlagen in Tagesgeld und Festgeld.

 

Mit einem Sparplan verpflichten sich der Anleger, Monat für Monat für einen bestimmten Zeitraum einen festgelegten Betrag einzuzahlen. Werden die vereinbarten Sparraten auch nur vorübergehend nicht erbracht, kann die Rendite gegen null sinken.

 

Die Zinsen überzeugen nicht


Die Verbindlichkeit von Sparplänen ist deutlich größer als die eine simplen Tagesgeldkontos, das auch zum regelmäßigen Sparen genutzt werden kann. Entschädigt werden Sparer dafür nicht. Wer bei einem Sparplan der Deutschen Bank 3,5 Prozent Zinsen im Jahr erhalten möchte, muss dafür mindestens 15 Jahre lang einzahlen.

 

Werden die Sparraten nicht allesamt pünktlich und vollständig erbracht, sinkt der Zinssatz auf 1,0 Prozent p.a. Das ist kaum mehr als auf einem Sparbuch und viel weniger als auf guten Tagesgeldkonten. Bestandskunden erhalten für Tagesgeld bis zu 2,5 Prozent Zinsen. So viel zahlt z. B. die Bank of Scotland.

 

Sparpläne lohnen sich nur in Hochzinsphasen


Die Eröffnung eines Banksparplans mit festen Zinsen lohnt sich nur, wenn das Zinsniveau hoch ist. Ein Sparplan ist dann das Äquivalent zu Festgeld für Vermögen, das noch gar nicht existiert. Sofern die Einzahlungen über die gesamte Dauer durchgehalten werden können oder es Möglichkeiten zur zinsunschädlichen Ratenaussetzung gibt, kann ein Sparplan sich dann lohnen.

Derzeit aber ist alles andere besser. Gute Tagesgeldkonten finden sich z. B. bei der ING-DiBa, die Bestandskunden ab dem 15. Juli 1,75 Prozent Zinsen p.a. zahlt. Soviel erhalten bestehende Kunden seit Monatsbeginn auch bei Cortal Consors. Für bereits angesparte Vermögen eignen sich mittelfristige Festgelder gut. Die Bank of Scotland zahlt für 12 Monate Laufzeit ohne Mindesteinlage 3,0 Prozent Zinsen und gewährt Neukunden zusätzlich 30 Euro Festgeld-Sartguthaben.

 

 

(Foto: © Rainer Sturm / www.pixelio.de)


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