Tagesgeld: Trotz EZB-Leitzinssenkung bleiben 2,50 Prozent möglich
Druck auf die Zinsen für Tagesgeld lässt etwas nach
Die EZB wird wird an diesem Donnerstag den Leitzins abermals senken. Sparer müssen deshalb mit weiteren Zinssenkungen bei Tagesgeld und Festgeld rechnen. Für die kommenden Monate zeichnet sich zumindest bei Tagesgeld aber eine Verlangsamung des Abwärtstrends ab.
Dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens sammeln Banken aus dem EU-Ausland in Deutschland weiterhin ambitioniert Geld ein. Den höchsten Tagesgeldzinssatz bietet die niederländische ABN-Amro-Tochter MoneYou mit 2,45 Prozent und vierteljährlicher Zinsgutschrift.
Direktversicherer stabilisiert den Tagesgeldmarkt
Zweitens sorgen neu ins deutsche Einlagengeschäft eintretende Banken für zusätzliche Konkurrenz. Die beiden jüngsten Beispiele sind die niederländische Rabodirect mit 2,40 Prozent Zinsen und die GEFA-Bank, die Neukunden 2,50 Prozent mit sechs Monaten Zinsgarantie bietet.
Drittens erhalten Bankkunden Konkurrenz aus dem Versicherungssektor. Der Direktversicherer Cosmos Direkt hat den Zinssatz für Tagesgeld-Äquivalent zum 01. Juli von 2,05 auf 2,50 Prozent angehoben. Die Verzinsung wird bis Ende September garantiert und sollte bis dahin stabilisierend auf das Zinsniveau im oberen Bereich der Zinsranglisten wirken.
Viele Neukundenangebote sind bereits gedeckelt
Viertens gelten viele Neukunden-Sonderzinssätze bereits jetzt für allenfalls fünfstellige Beträge. Dadurch verlieren Zinssenkungen für Banken an Attraktivität. Cortal Consors zum Beispiel zahlt Neukunden 2,40 Prozent bis 50.000 Euro mit einem Jahr Zinsgarantie.
Das Volkswagen Tagesgeld bietet Neukunden 2,3 Prozent bis 50.000 Euro mit Zinsgarantie bis zum 01. Dezember. Ein identisches Angebot findet sich bei der Audi-Bank. Es spricht deshalb vieles dafür, dass die Situation für Sparer nicht wesentlich unvorteilhafter wird als sie ohnehin schon ist.
(Foto: © Gerd Altmann / www.pixelio.de)
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