Tagesgeld in der Euro-Krise: Was der GREXIT für Anleger bedeuten würde

31. Mai 2012

Keine akute Gefahr für deutsche Banken


Deutsche Anleger müssen sich nicht um die Sicherheit ihrer Anlagen in Tagesgeld und Festgeld sorgen, sollte zu es zu einem Ausstieg Griechenlands aus der Währungsunion kommen. Der Verlust der Einlagen bei deutschen Banken ist ausgesprochen unwahrscheinlich.

 

Die meisten Banken in Europa haben ihre Forderungen gegen Griechenland längst abgeschrieben. Deshalb würde der „Grexit“, über den im Vorfeld der griechischen Parlamentswahlen viel diskutiert wird, keine unmittelbaren Zusammenbrüche nach sich ziehen.

 

Je stärker die Krise, desto mehr Geld fließt nach Deutschland


Die Finanzmärkte fürchten weniger die direkten Konsequenzen eines griechischen Ausstiegs als die möglichen Konsequenzen für andere Euro-Mitgliedstaaten und eine möglicherweise deutlich zunehmende Nervosität an sich. Negative Szenarien beschreiben einen Domino-Effekt, bei dem der Grexit Spanien, Portugal und Italien mit in den Abgrund ziehen sollte.

 

Selbst wenn dies zutreffen sollte, müssten Anleger zumindest um Geld bei deutschen Banken wahrscheinlich nicht zittern. Der bisherige Krisenverlauf hat gezeigt: Je größer die Sorgen um einen möglichen Kollaps des Euro wurden, desto mehr Geld floss nach Deutschland. Der Kapitalzufluss schlägt sich nicht zuletzt in den historisch niedrigen Anleiherenditen und Bauzinsen wider.

 

Deutschland bleibt vorerst der „sichere Hafen“


Deutsche Banken würden wahrscheinlich auch bei einer dramatischen Zuspitzung der Krise vom Vertrauen der Märkte in den deutschen Staat profitieren. Sollten die weiteren Entwicklungen auf eine Eskalation der Krise hindeuten, sollten Anleger allerdings Konten bei Banken im Ausland besonders genau prüfen.

Die meisten im deutschen Einlagengeschäft aktiven Auslandsbanken stammen allerdings aus Österreich und den Niederlanden. Beide Staaten gelten als zuverlässige Schuldner mit solider Wirtschaft.

 

 

(Foto: © Gerd Altmann / www.pixelio.de)


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