Tabuthema Geld: Deutsche sprechen ungern über ihre Finanzen

29. September 2010

Nur jeder Fünfte gibt etwas über seine finanzielle Situation preis


Der Job ist das Top-Gesprächsthema der Deutschen. Zu diesem Ergebnis kommt die comdirect bank in ihrer jüngsten Studie, die die Einstellung der Bundesbürger zu Geld und Finanzen beleuchtet. Demnach nennen fast 50 % den Beruf als häufigsten Gesprächsgegenstand unter Freunden und Bekannten.


Verschlossen ist Deutschland hingegen bei privaten Angelegenheiten und dazu zählen für viele auch ihre Finanzen: Nur rund 5 % geben an, des Öfteren über das “Tabuthema” zu sprechen. Jeder Fünfte sieht seine finanzielle Situation sogar als striktes Tabu und redet gar nicht darüber.


Wenig Interesse: Finanzthemen zu abstrakt


Dass über Geld kaum bzw. ungern gesprochen wird, könnte auch am mangelnden Interesse an Finanzthemen im Allgemeinen liegen. Die breite Masse (im Durchschnitt rund 50 %) gibt an, nur mittelmäßig bis wenig interessiert zu sein an Geldanlagen, Altersvorsorge und Krediten. Großes Interesse hat nur ein sehr geringer Anteil von 7 % der Befragten geäußert. Gut ein Viertel findet sogar gar nichts an der Finanzwelt spannend.


Männer informierter als Frauen


Gut informiert rund um das wichtige Thema Finanzen fühlen sich nur 39 % der Deutschen. Dabei schätzen sich Männer (45 %) deutlich öfter wissend ein als Frauen (34 %). Mehr als die Hälfte gibt an, nur einigermaßen Bescheid zu wissen.


Die komplette Studie “Kunden-Motive 2010″ gibt es als Download bei der comdirect bank.



(Foto: © Thorben Wengert / PIXELIO)


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