Stark-Nachfolge: Finanzminister Schäuble nominiert Staatssekretär Asmussen
Schnelle Nominierung: Nur einen Tag nach dem Rücktritt von Jürgen Stark
Der sehr überraschende Rücktritt des EZB-Chefvolkswirts Jürgen Stark, der als Vertreter Deutschlands im Spitzengremium der EZB aktiv ist, hat offenbar nur kurz für Turbulenzen in Deutschland und bei der Europäischen Zentralbank gesorgt.
SPD-Parteimitglied Asmussen wird von CDU-Finanzminister Schäuble nominiert
Bereits am Samstagnachmittag hat Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble seinen Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen offiziell für die Nachfolge des EZB-Direktoriumsmitglied Jürgen Stark nominiert.
Die Besonderheit: Staatssekretär Asmussen hat ein SPD-Parteibuch und diente bereits unter zahlreichen Finanzministern – und hat sich nach Einschätzung von Experten im Bundesfinanzministerium (im Bild: Treppenaufgang im Bundesministerium der Finanzen) über die Jahre fast unentbehrlich gemacht.
Dem Bundesfinanzminister, und damit natürlich auch der Bundesregierung, dürfte es mit der sehr schnellen Nominierung von Jörg Asmussen tatsächlich gelungen sein eventuelle Zweifel am Fortbestand des deutschen Einflusses auf die europäische Geldpolitik nachhaltig zu zerstreuen.
Zwei Fachleute, eine Meinung: Asmussen und Bundesbank-Chef Weidmann wollen Euro-Stabilität
In seinen ersten Statement anlässlich der Nominierung für den wichtigen EZB-Posten bekräftigte Asmussen sich in Frankfurt mit Nachdruck für die Stabilität des Euros und der Euro-Zone einzusetzen.
Mit diesen Äußerungen liegt der Ex-Finanzstaatssekretär voll und ganz auf der Linie von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann, dieser ist übrigens ein Kommilitone und Duz-Freund von Asmussen.
(Bild: © Gerd Altmann / www.pixelio.de)
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