Staatsschuldenkrise: Italienischer Ministerpräsident sieht Besserung
Wahrnehmung der Bevölkerung und Stand der Schuldenkrise sind nicht deckungsgleich
In der europäischen Staatsschuldenkrise sieht Mario Monti mittlerweile erste Anzeichen für eine Besserung. Monti ist Ministerpräsident des ebenfalls schwer schuldengeplagten, aber noch nicht auf europäische Hilfsmilliarden angewiesenen Euro-Landes Italien.
Monti: Wahrnehmung der Krise ist heute stärker als vor einem Jahr, die Krise aber weniger schwer
In mancherlei Hinsicht komme man dem Ende der Krise näher, erklärte Monti am Sonntag bei einer Konferenz im italienischen Urlaubsparadies Rimini (im Bild). Es sei allerdings so, dass sich die Bevölkerung in Italien und in anderen europäischen Ländern der Herausforderungen und Schwierigkeiten deutlicher bewusst sei als noch vor 12 Monaten.
„Vor einem Jahr glaubten die Menschen weniger als heute, dass wir in einer Krise stecken – Aber ich glaube, wir steckten umso tiefer darin“, sagte Monti.
Mit Blick auf die angeschlagenen italienische Wirtschaft ist der Ministerpräsident Italiens übrigens grundsätzlich zuversichtlich: Die Wirtschaft des südeuropäischen Landes befindet sich seiner Einschätzung nach heute „in einer besseren Verfassung als noch vor einem Jahr“.
Italiens Ministerpräsident: Wirtschaft des Landes erholt sich nicht so schnell wie erhofft
Vor Konferenzteilnehmern und Pressevertretern räumte Mario Monti in Rimini aber auch eine Fehleinschätzung ein: Er und seine Regierung hätten eigentlich schon erwartet, dass die angestoßenen Reformen zu einem schnelleren Rückgang der Kreditkosten führen würden, dies sei allerdings nicht geschehen und erschwere so die dringend notwendige wirtschaftliche Erholung des Euro-Landes.
(Bild: © Wohin führt Italiens Weg? Landungssteg mit Geländer am Strand von Rimini: Markus Götz / www.pixelio.de)
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