Spanien braucht die EZB: Wirtschaftsminister fordert Aufkäufe von Bonds

19. August 2012

Luis de Guindos pocht auf Anleihenkäufe der EZB zur Unterstützung Spaniens


Spanien will vor weiteren Hilfsanfragen erst einmal abwarten, in welchem Rahmen die Europäische Zentralbank (EZB) dem Land durch Anleihenankäufe beistehen kannDas unter hohen Staatsschulden und einem maroden Bankensektor leidende Spanien hofft zur Linderung der Krise auf eine aktivere Rolle der Europäischen Zentralbank (EZB).

 

„Es darf keine Grenze gesetzt werden oder zumindest darf die EZB nicht sagen, wie viel sie einsetzen will oder für wie lange”, wenn sie Bonds auf dem Sekundärmarkt aufkaufe, sagte Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Wochenende der Nachrichtenagentur EFE.

 

Rajoy und de Guindos setzen bei Krisenbekämpfung große Hoffnungen auf die EZB


Parallel zu diesem Statement kündigte der Minister im Gespräch mit der Nachrichtenagentur an, die Details des EZB-Programms für Bonds, die wahrscheinlich noch vor dem nächsten Treffen der Euro-Gruppe Mitte September veröffentlicht werden, genau zu prüfen.

 

Erst nach dieser Überprüfung will Spanien Luis de Guindos zufolge entscheiden, ob das Land einen Antrag auf weitere Finanzhilfen stellen will.

 

Auch Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte bereits angekündigt vor einer Entscheidung für eine Hilfsanfrage, die kommenden Schritte der EZB sowie mögliche Bedingungen für weitere EU-Hilfen abwarten zu wollen.

 

Spaniens Banken wird geholfen, braucht auch das Land selbst Gelder aus Brüssel?


Die europäischen Partner haben Spanien bereits massive Finanzhilfen zur Stützung des heimischen Bankensektors zugesagt, für diesen Zweck stehen bis zu 100 Milliarden Euro zur Verfügung. Es besteht allerdings die Befürchtung, dass Spanien zusätzlich zur Unterstützung für marode Banken weitere Gelder aus Brüssel benötigt.

 

 

(Bild: © Spanien steht unter Druck und macht seinerseits Druck auf die EZB und mögliche Bonds-Ankaufprogramme: Lupo / www.pixelio.de)


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