SNB – der Mindestkurs steht und bleibt
Bei der SNB herrscht Stillstand
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) steht schon seit Monaten heftig in der Kritik. Der Grund: Mit der Einführung des Euromindestkurses in Höhe von 1,20 Franken hat die SNB in den Markt eingegriffen und die Marktkräfte de facto zum Erliegen gebracht.

Während die einen der SNB vorwerfen, den Mindestkurs zu niedrig angesetzt zu haben, behaupten andere wiederum, der Kurs sei zu hoch und würde den Franken künstlich schwächen, wenngleich der Markt eigentlich einen stärkeren Franken sieht. Dass es die SNB ernst meint, mit der Verteidigung des eingeführten Mindestkurses, zeigt nicht nur die Dauer der Aktion, sondern auch der große finanzielle Einsatz, den die SNB leistet, um das Wechselkursziel umzusetzen.
Kein Entrinnen für die SNB
So lange der Wechselkurs nahe der Mindestgrenze notiert, dürfte es der SNB schwer fallen, den Mindestkurs aufzugeben. Möglicherweise erweist sich die Aktion der SNB
auch als Bärendienst für die Kursentwicklung. Zahlreiche Marktteilnehmer sind in Erwartung steigender Kurse bei Notierungen knapp über 1,20 mit Kaufpositionen groß in den Markt eingestiegen.
Da mehr und mehr Anleger einsehen, dass die Situation derzeit wenig aussichtsreich ist, werden immer mehr Positionen aufgelöst, der Kurs gerät dadurch stetig unter Druck, sodass die SNB häufig intervenieren muss.
Devisenreserven in Milliardenhöhe
Schon jetzt hat die SNB eine Bilanz, die unglaublich aufgebläht ist durch Devisenreserven, welche für die Schwächung des Franken aufgekauft wurden. Kein Wunder also, dass kritische Stimmen einen Exit aus der Mindestkurs Strategie fordern. Dass dieser Exit irgendwann kommt, ist ausgemacht. Die Frage ist nur wann und wie.
(Foto: © Hans-Christian Hein / www.pixelio.de)
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