Santander-Immobilienkredite: Großbank schreibt faule Hypotheken ab

27. Juli 2012

Beschleunigte Aufräumarbeiten: Abschreibungen auf faule Hypotheken bringen Gewinnrückgang


Im ersten Halbjahr 2012 hat die spanische Bankengruppe Banco Santander ihre schon 2011 begonnenen Aufräumarbeiten im Immobilienkreditgeschäft noch einmal beschleunigt – musste im Gegenzug aber einen sehr kräftigen Gewinnrückgang hinnehmen.

 

2,8 Milliarden Euro Abschreibungen halbieren Halbjahresgewinn der Banco Santander


Santander-Gruppe enttäuscht Analysten-Erwartungen im ersten Halbjahr 2012: Schuld waren umfangreiche Abschreibungen im Bereich ImmobilienkreditgeschäftZwischen Januar und Juni 2012 summierten sich Angaben der spanischen Großbank die Abschreibungen auf faule Hypotheken auf 2,8 Milliarden Euro.

 

Nach Steuern blieb ein Gewinn von 1,7 Milliarden Euro, eine Zahl, die wesentlich unter den im Vorfeld von Analysten prognostizierten Werten blieb.

 

Auch im Vergleich zum Vorjahresergebnis – rund 3,4 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2011 – schnitt die Banco Santander wegen der umfangreichen Abschreibungen wesentlich schwächer ab. Die Banco Santander bleibt allerdings weiterhin die größte Bank der Euro-Zone.

 

Santander will Folgen der Immobilienblase bis Jahresende überwunden haben


Der Verwaltungsratsvorsitzende der Santander-Gruppe, Emilio Botin, sieht die spanische Großbank nach den weiteren Abschreibungen aber mittlerweile auf einem guten und stabilen Weg: „Dank der Vorsorge, die wir jetzt getroffen haben, können wir das heimische Immobilienthema bis Jahresende hinter uns lassen”, erklärte Botin in Madrid.

 

 

(Bild: © Die spanische Banco Santander, die größte Bank der Euro-Zone, kämpft weiter mit den Folgen der Immobilienblase in Spanien: Rainer Sturm / www.pixelio.de)


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