Samaras-Besuch in Berlin: Es wird über nichts entschieden!

20. August 2012

Deutschlandfunk-Interview mit CDU-Staatssekretär Steffen Kampeter bringt nichts Neues


Am Freitag dieser Woche ist der griechischen Ministerpräsident Andonis Samaras zu Besuch in Berlin, CDU-Staatssekretär Steffen Kampeter zufolge soll es bei diesem Treffen aber keinesfalls um Entscheidungen zu weiteren Zugeständnissen an Griechenland gehen.

 

Bundesfinanzministerium: Die „Troika“ entscheidet und nicht Deutschland und Griechenland


Wenig Neues zu Griechenland aus der Hauptstadt: Beim Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Andonis Samaras am Freitag in Berlin wird nur gesprochen und gar nichts bilateral entschieden„Das wird in dieser Woche überhaupt gar nicht ernsthaft beraten. Es geht hier nicht darum, dass es bilateral am Freitag entschieden wird, sondern wir werden das in einem geordneten, fairen und transparenten Verfahren in Europa entscheiden“, machte Kampeter am Montag im Gespräch mit dem Deutschlandfunk deutlich.

 

Gefragt, ob dies bedeuten würde, dass Griechenland bezüglich eines „dritten Hilfspakets“ lediglich vertröstet würde, antwortete der CDU-Staatssekretär im Bundesfinanzministerium: „Es geht hier nicht um Vertrösten. Sondern es geht darum, dass beide Seiten sich an das halten, was wir vereinbart haben.”

 

Kampeter verwies in diesem Zusammenhang noch einmal nachdrücklich auf die geplanten Abläufe auf europäischer Ebene: Vereinbart sei, auf Grundlage der jeweiligen Analysen des „Troika“-Berichts von EU-Kommission, EZB und IWF zu entscheiden. Der Bericht der Abgesandten der Geldgeber und europäischen Partner werde nach bisherigem Stand der Dinge aber erst im September 2012 vorliegen.

 

Druck auf Griechenland soll laut Staatssekretär Kampeter unbedingt bestehen bleiben


Unabhängig von möglichen weiteren Hilfspaketen, mehr zeitlichem Aufschub oder sogar mehr Hilfskrediten hält es der Staatssekretär für sinnvoll den Druck auf die Entscheidungsträger in Griechenland aufrechtzuerhalten.

 

„Griechenland muss vertragstreu bleiben. Wenn es Abweichungen gibt, müssen diese kompensiert werden“, sagte Kampeter abschließend im Deutschlandfunk-Gespräch am Montagmorgen.

 

 

(Bild: © Die europäischen Partner und die „Troika“ entscheiden über mehr Zeit und Geld für Griechenland, nicht Deutschland allein: Lupo / www.pixelio.de)


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