RWI: Essener Wirtschaftsforscher testen neuen Konsumindikator
Konsum: Essener Konjunkturexperten gehen von einem schwachen zweiten Quartal aus
Die Forscher des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) rechnen im laufenden zweiten Quartal nur mit verhaltener Kauflaune der deutschen Verbraucher und Konsumenten.
Der entsprechende RWI-Konsumindikator fiel nach Angaben des Instituts vom Montag im ersten Quartal sehr stark um 26,8 Punkte auf nur noch 48,0 Zähler.
Deutscher Konsum: RWI rechnet mit „schwacher Grundtendenz“ in den kommenden Monaten
Roland Döhrn, der Konjunkturexperte des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, rechnet mit Blick auf das Barometer nun allenfalls noch mit einer „verhaltenen Zunahme des Konsums im zweiten Quartal“, auch ein „Rückgang“ sei durchaus im Bereich des Möglichen.
Für die anstehenden Sommermonate sind die RWI-Forscher kaum zuversichtlicher: Laut Döhrn wird auch hier mit einer „schwachen Grundtendenz“ gerechnet.
Der Konsumindikator des Essener Wirtschaftsforschungsinstitutes stützt sich allerdings – anders viele andere Indikatoren – nicht auf belastbare Daten aus konkreten Befragungen und Erhebungen sondern stützt sich auf Datenmaterial des weltgrößten Suchmaschinenbetreibers Google.
Wie funktioniert der neu geschaffene Konsumindikator des RWI?
Nach RWI-Angaben wird dabei die Häufigkeit von Begriffen gemessen, die Nutzer für den privaten Konsum bestimmter Güterkategorien in die Suchmaschine eingeben. Der neue Konsumindikator des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung wird erst seit Ende 2011 ermittelt.
(Bild: © RWI-Wirtschaftsforscher versuchen mit Hilfe von Google-Daten den Konsum zu prognostizieren: Gerd Altmann / www.pixelio.de)
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