Robert Zoellick: Weltbank-Präsident will keine zweite Amtszeit
Weltbank ist laut Zoellick „gut aufgestellt für neue Herausforderungen“
Die Weltbank in Washington, D.C. (im Bild: US-Kapitol) muss sich nach dem 30. Juni 2012 einen neuen Präsidenten suchen. Nach fünf Jahren an der Spitze der Weltbank teilte Weltbank-Präsident Robert Zoellick zur Wochenmitte in der US-Hauptstadt mit, dass er für eine zweite Amtszeit nicht zur Verfügung stehen werde.
Der 58 Jahre alte US-Amerikaner Zoellick sieht die Weltbank „gut aufgestellt für neue Herausforderungen“ und erklärte, dass es für ihn Zeit sei „weiterzuziehen“.
US-Finanzminister Geithner kündigt gründliche Kanidatensuche an
Der Präsidentenposten der Weltbank wird traditionell mit einem Bewerber aus den Vereinigten Staaten von Amerika besetzt, nach Zoellicks Rückzieher vor einer zweiten Amtszeit war allerdings nach Angaben aus Washington noch keine Zeit für eine Kandidatensuche.
US-Finanzminister Timothy Geithner ließ erklären, dass „in den kommenden Wochen” ein Nachfolgekandidat „mit der Erfahrung und den erforderlichen Qualitäten” gefunden werden soll, der die Weltbank dann ab Juli 2012 weiter voranbringen könne.
Weltbank war wichtig „während der weltweiten Wirtschaftskrise“ und für die Entwicklungsländer
Die Weltbank-Führung nutzte am Mittwoch die Gelegenheit in Washington zu einem ersten Fazit der Amtszeit von Präsident Robert Zoellick und sprach von einer „historischen Rolle“ der Weltbank „während der weltweiten Wirtschaftskrise“.
Darüber hinaus seien unter Zoellicks Führung insgesamt 247 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 189 Milliarden Euro) aus den Kassen der Weltbank an die Entwicklungsländer geflossen, um dort die Armut zu bekämpfen und das wirtschaftliche Wachstum zu stärken.
(Bild: © Das Kapitol in der US-Hauptstadt Washington, D.C.: Oliver Brunner / www.pixelio.de)
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