Restschuldversicherungen – warum Banken hier den Reibach machen

15. August 2011

Viele Banken spielen mit der Angst der Kunden und verkaufen überteuerte Restschuldversicherungen


In den Augen der meisten Verbraucherschützer hatten Restschuldversicherungen für Ratenkredite schon immer einen zweifelhaften Ruf. Denn die Rundum-Sorglospakete, die viele Banken fast schon standardmäßig zu vermeintlich preiswerten Ratenkrediten mit verkaufen, machen für Kreditnehmer eher selten Sinn.

 

Meist stehen Leistungen aus den entsprechenden Policen in keinem angemessenen Verhältnis zu den anfallenden Kosten. Dazu kommt, dass die Versicherungen oft sogar vollkommen sinnlos sind, weil der Kreditnehmer beispielsweise schon anderweitig abgesichert ist oder aufgrund der individuellen Situation gar kein Absicherungsbedarf vorhanden ist.

 

Rückenwind für Verbraucherschützer nun auch aus Bankenkreisen


Dass nicht alle Banken auf Teufel komm raus Restschuldversicherungen verkaufen, um die eigenen Prämieneinnahmen zu maximieren, wird inzwischen daran deutlich, dass sich immer mehr Institute zunehmend von solchen Geschäftspraktiken distanzieren.

 

Dennoch gilt nach wie vor: Viele Banken verkaufen wissentlich Restschuldversicherungen, die in vielen Fällen nicht unbedingt notwendig sind. Für Kreditinteressenten ist es deshalb unabdingbar, sich in aller Ruhe zu überlegen, ob im individuellen Fall überhaupt eine Restschuldversicherung gebraucht wird oder nicht und ob diese den von der Bank geforderten Preis wert ist.

 

Erst vergleichen, dann entscheiden


Wie immer lautet auch im Hinblick auf den Abschluss einer Restschuldversicherung die Devise: Erst vergleichen, dann entscheiden.

Denn nur wer einen eingehenden Vergleich der unterschiedlichen Ratenkredite und Restschuldversicherungen durchführt, bevor es zum Abschluss kommt, kann am Ende sicher sein, nicht deutlich zu viel für den Wunschkredit zu bezahlen, sondern ein vergleichsweise günstiges Darlehen zu erhalten.

 

 

(Foto: © Wilhelmine Wulff  / www.pixelio.de)


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