RBS: CEO der Royal Bank of Scotland verzichtet auf Millionenbonus
Sollten verstaatlichte Banken überhaupt Boni an Spitzenmanager zahlen?
Eigentlich sollte der CEO der mittlerweile zu 82 Prozent in Staatsbesitz befindlichen Royal Bank of Scotland (RBS), Stephen Hester, zusätzlich zu seinem Jahresgehalt in Höhe von 1,2 Millionen britischen Pfund für 2011 auch noch eine Sonderzahlung in Höhe von 963.000 Pfund erhalten (BankLupe berichtete).
Druck von allen Seiten: RBS sollte auf Sonderzahlung an CEO Hester verzichten
Nachdem das Bekanntwerden dieser geplanten Bonuszahlung in der britischen Öffentlichkeit, bei der Opposition und bei den Gewerkschaften für heftige Empörung gesorgt hat, will Hester laut RBS-Angaben nun auf den umstrittenen Bonus verzichten.
Druck hatte vor allem die oppositionelle Labour Party gemacht, diese wollte zuletzt sogar eine Parlamentsabstimmung beantragen, um Hester und die RBS zum Verzicht auf die Ausschüttung des Millionenbonus zu bewegen.
Der Hintergrund: Seit ihrem nur durch das Eingreifen des britischen Staates verhinderten Zusammenbruchs im Jahre 2008 ist die Royal Bank of Scotland zum großen Teil verstaatlicht. Um die Verlustzone wieder zu verlassen hat die britische Großbank seitdem viele zehntausend Stellen abbauen müssen.
Finanzminister Osborne: Verzicht auf Bonus ist „vernünftige und willkommene Entscheidung“
Die britische Regierung begrüßte zu Wochenbeginn ebenfalls die Entscheidung von Stephen Hester und der RBS:
„Dies ist eine vernünftige und willkommene Entscheidung, die Stephen Hester erlaubt, sich auf seine sehr wichtigen Aufgaben zu konzentrieren, insbesondere die Milliarden Pfund der Steuerzahler zurückzuholen, die in die RBS gesteckt worden sind”, erklärte Finanzminister Osborne am Montag.
(Bild: © Hochhaus in London, Großbritannien: Kolja Fleischer / www.pixelio.de)
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