Ratenkredite – Zinsen bald auf Tagesgeldniveau?
Banken bewegen sich mit Sonderaktionen weit in Richtung Einlagenzins
Ratenkredite gibt es mittlerweile für unter sechs Prozent effektiv pro Jahr. Vor Jahren war das noch fast undenkbar. Inzwischen ist dieses Zinsniveau allerdings schon fast zur Normalität geworden. Selbst bei Darlehen, die zu bonitätsunabhängigen Kreditzinsen vergeben werden, liegen die anfallenden Zinsen in vielen Fällen deutlich unter sechs Prozent. Für Kreditnehmer sind das gute Zeiten.

Insbesondere zeitlich begrenzte Aktionen von einzelnen Banken machen die Kreditaufnahme attraktiver denn je. Einige Institute bieten Ratenkredite mit bestimmten Laufzeiten und Kreditbeträgen manchmal noch deutlich günstiger an. In Extremfällen steht dann bei der Effektivverzinsung bei ganz gewöhnlichen Ratenkrediten sogar eine drei vor dem Komma.
Viele „Sonderangebote“ haben Pferdefüße
Leider haben die meisten Ratenkredit-Sonderangebote zumindest einen Haken: Nur selten passen die Kredite optimal zu den eigenen Anforderungen, die Kreditinteressenten an das Darlehen stellen. Sich den Finanzierungsrahmen zurechtzubiegen, nur um von einem sehr niedrigen Zinssatz zu profitieren, macht mitunter aber nur wenig Sinn. Denn oft setzen Kreditinteressenten damit den reibungslosen Verlauf der Finanzierung aufs Spiel.
Wegen der dann oft zu knappen Laufzeit oder einem zu hohen Kreditbetrag sind viele Kreditnehmer früher oder später nicht mehr in der Lage, ihren Verpflichtungen aus dem Kreditvertrag nachzukommen. Auch ein zu geringer Kreditbetrag führt in der Praxis oft zu Problemen. Nicht selten muss nachfinanziert werden – dann aber deutlich teurer.
Kreditvergleich ist eine gute Basis
Wer einen Ratenkredit aufnehmen will, sollte bereits vorab unbedingt einen Kreditvergleich durchführen, um einerseits die Kosten beim Abschluss so gering wie möglich zu halten und andererseits auch ein Darlehen zu bekommen, welches den eigenen Ansprüchen gerecht wird.
(Foto: © Gerd Altmann / www.pixelio.de)
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