Neue Daten aus Luxemburg: Steht Razzia gegen Steuersünder kurz bevor?
Bundesfinanzministerium: Steuersünder-Daten mit Luxemburg-Bezug wurden angekauft
Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP hat das Bundesfinanzministerium in Berlin den Ankauf von weiteren Daten von potentiellen Steuersündern bestätigt.
Berlin: Nordrhein-Westfalen hat in Abstimmung mit dem Ministerium Datensätze erworben
Ein Sprecher des Ministeriums sagte am Freitag, dass das Bundesland Nordrhein-Westfalen, natürlich in Abstimmung mit den Verantwortlichen der Bundesregierung, sich dafür entschieden habe einen Datenträger mit Datensätzen von möglichen deutschen Steuersündern anzukaufen.
Die nun angekauften Daten sollen dabei einen direkten Bezug zu Geldern und Banken in Luxemburg haben. Den Angaben des Bundesfinanzministeriums zufolge sind rund 3.000 Kunden der Luxemburger Niederlassungen der Großbank HSBC betroffen.
Wie das Ministerium in Berlin weiter mitgeteilt hat seien die erworbenen Informationen bereits den betroffenen Bundesländern für die weitere Auswertung im Detail zur Verfügung gestellt worden.
„Rechtmäßiges Handeln“: Berlin ist sich seiner Sache sehr sicher
Trotz einiger Kontroversen in der Vergangenheit bekräftigte die Bundesregierung in Berlin heute noch einmal ihre Position, dass sie mit der Verteilung der angekauften Steuersünder-Daten „selbstverständlich rechtmäßig handeln“ würde.
Schon am gestrigen Donnerstag hatten zahlreiche On- und Offline-Medien übereinstimmend berichtet, dass Steuerfahnder aktuell eine Razzia für November vorbereiten. Von dieser soll den Medienberichten zufolge das gesamte Bundesgebiet betroffen sein. Federführend dürfte die Staatsanwaltschaft in Bochum sein.
(Bild: © Kurt F. Domnik / www.pixelio.de)
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