Neue Daten aus Luxemburg: Steht Razzia gegen Steuersünder kurz bevor?

14. Oktober 2011

Bundesfinanzministerium: Steuersünder-Daten mit Luxemburg-Bezug wurden angekauft


Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP hat das Bundesfinanzministerium in Berlin den Ankauf von weiteren Daten von potentiellen Steuersündern bestätigt.

 

Berlin: Nordrhein-Westfalen hat in Abstimmung mit dem Ministerium Datensätze erworben


Neue Datensätze von Steuersündern angekauft: Rund 3.000 HSBC-Kunden in Luxemburg betroffen?Ein Sprecher des Ministeriums sagte am Freitag, dass das Bundesland Nordrhein-Westfalen, natürlich in Abstimmung mit den Verantwortlichen der Bundesregierung, sich dafür entschieden habe einen Datenträger mit Datensätzen von möglichen deutschen Steuersündern anzukaufen.

 

Die nun angekauften Daten sollen dabei einen direkten Bezug zu Geldern und Banken in Luxemburg haben. Den Angaben des Bundesfinanzministeriums zufolge sind rund 3.000 Kunden der Luxemburger Niederlassungen der Großbank HSBC betroffen.

 

Wie das Ministerium in Berlin weiter mitgeteilt hat seien die erworbenen Informationen bereits den betroffenen Bundesländern für die weitere Auswertung im Detail zur Verfügung gestellt worden.

 

„Rechtmäßiges Handeln“: Berlin ist sich seiner Sache sehr sicher


Trotz einiger Kontroversen in der Vergangenheit bekräftigte die Bundesregierung in Berlin heute noch einmal ihre Position, dass sie mit der Verteilung der angekauften Steuersünder-Daten „selbstverständlich rechtmäßig handeln“ würde.

 

Schon am gestrigen Donnerstag hatten zahlreiche On- und Offline-Medien übereinstimmend berichtet, dass Steuerfahnder aktuell eine Razzia für November vorbereiten. Von dieser soll den Medienberichten zufolge das gesamte Bundesgebiet betroffen sein. Federführend dürfte die Staatsanwaltschaft in Bochum sein.

 

 

(Bild: © Kurt F. Domnik / www.pixelio.de)


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