Nach EZB-Ratssitzung: Draghi weiter „zum Handeln bereit“
„Hohe Unsicherheit“ und „substanzielle Abwärtsrisiken“ lassen EZB wachsam bleiben
„Unsere geldpolitische Ausrichtung ist und bleibt konjunkturstimulierend. Wir sind zum Handeln bereit”, sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag vor Pressevertretern in Frankfurt.
„Die andauernden Spannungen an den Finanzmärkten werden die Konjunktur in der Eurozone weiter dämpfen. Der Wirtschaftsausblick ist von hoher Unsicherheit geprägt, die Abwärtsrisiken sind substanziell”.
Januar 2012: Einstimmige Entscheidung zugunsten von vorerst stabilen Zinsen
Der für die Zinsentscheidungen zuständige EZB-Rat hat nach Worten des EZB-Präsidenten die Zinsentscheidung zugunsten eines stabilen Leitzinses in allen 17 Staaten der Euro-Zone einstimmig gefällt.
Aufgrund dieses Statements des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) gehen Experten weiter davon aus, dass sich die europäischen Notenbanker die Option für weitere zeitnahe Zinssenkungen offen halten wollen.
HSBC-Analyst Thomas Amend sagte der Nachrichtenagentur Reuters: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir in den kommenden Monaten weitere Zinssenkungen sehen werden.”
Sinkende Inflation verschafft Zentralbank wieder Spielraum für Zinsschritte
Darüber hinaus rechnet Draghi mit einem anhaltenden Rückgang der Inflation, der in einigen Monaten zu Preisstabilität führen dürfte.
Die Folge: Die Europäische Zentralbank gewinnt wieder Spielraum mit Hilfe von niedrigen Zinsen und dadurch verbilligten Krediten die europäische Konjunktur weiter gezielt anzuschieben.
(Bild: © Erwartungen gegenüber der EZB-Zinspolitik: Gerd Altmann / www.pixelio.de)
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