Morgan Stanley Deutschland: Vorstandsvorsitzender Notheis ist weg

18. Juli 2012

Der umstrittene Spitzenbanker hatte seine Ämter wegen EnBW-Affäre bereits ruhen lassen


Die Sprecherin von Morgan Stanley Deutschland hat Medienberichte bestätigt, dass der bisherige Vorstandsvorsitzende der Investmentbank Dirk Notheis schon seit dem Ende der ersten Juli-Woche nicht mehr im Amt ist.

 

„Herr Notheis ist nicht mehr Mitglied des Vorstands”, sagte die Morgan Stanley-Sprecherin zur Wochenmitte in Frankfurt am Main.

 

Medienberichten zufolge soll Dirk Notheis bereits seit dem 6. Juli nicht mehr im Amt sein


Dirk Notheis ist nicht mehr Vorstandsvorsitzender von Morgan Stanley in Deutschland und Österreich: Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue gegen den Ex-SpitzenbankerExperten gehen nicht davon aus, dass der Spitzenbanker noch einmal auf seinen Posten zurückkehrt. Der Vorstand der Deutschland-Sparte von Morgan Stanley stand in den letzten Tagen und Wochen schwer unter Druck, er war im Zusammenhang mit der Stuttgarter EnBW-Affäre (im Bild: Fernsehturm in Stuttgart) in die Kritik geraten.

 

Notheis hatte zuletzt sein Amt bereits einige Tage ruhen lassen, von einem Rücktritt war allerdings noch nichts bekannt geworden. Auch am Dienstagabend wollte die Unternehmenssprecherin von Morgan Stanley einen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nicht bestätigen, demzufolge Dirk Notheis die Investmentbank schon am 6. Juli 2012 endgültig verlassen haben soll.

 

Während der vergangenen drei Jahre hatte Dirk Notheis sowohl für das Deutschland-Geschäft als auch für die Aktivitäten in Österreich der US-Investmentbank verantwortlich gezeichnet.

 

Der Investmentbanker und der Ministerpräsident: Was wird Notheis eigentlich vorgeworfen?


Seit der letzten Woche ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen Dirk Notheis wegen des Verdacht der Beihilfe zur Untreue, gegen den ehemaligen CDU-Ministerpräsidenten von Baden Württemberg, Stefan Mappus, wird sogar wegen des Verdachts der Untreue ermittelt.

 

Konkret geht es dabei um den Rückkauf eines 45-prozentigen Anteils am Energieversorger EnBW, den das Land Baden-Württemberg vom französischen Konzern EdF zurückgekauft hatte. Die Investmentbank Morgan Stanley fungierte als Beraterin bei dieser Transaktion im Dezember 2010.

 

 

(Bild: © Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen Dirk Notheis, bei Morgan Stanley Deutschland hängt der Haussegen schief: Frank Oschatz / www.pixelio.de)


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