Moody’s senkt auch Ausblick für den EFSF auf „negativ“
Erst Deutschland, dann der EFSF: Bonitätsnote bleibt aber erhalten
Neben der leicht negativen Neubewertung der langfristigen Bonität Deutschlands nahmen sich die Experten der US-Ratingagentur Moody’s zur Wochenmitte auch das vorläufige Rating und gleichzeitig den Ausblick für den europäischen Stabilitätsmechanismus EFSF zur Brust.
Die Folge: Moody’s hat den Ausblick für das vorläufige Rating des EFSF von „stabil“ auf „negativ“ herabgesetzt.
Deutschland trägt auf Grund seiner Größe den Hauptteil der Garantielast des EFSF
Das Rating-Update für den EFSF ist dabei nur folgerichtig, denn neben Deutschlands AAA-Rating wurden am Dienstag auch die Ratings von Luxemburg und den Niederlanden mit einem „negativen“ Ausblick versehen.
All diese Länder sind aktuell Garantiegeber für den ESM-Vorläufer EFSF. Der größte Teil der Garantielast ruht dabei natürlich auf den Schultern Deutschlands.
Die Absenkung des Ausblicks für den EFSF an sich wurde demzufolge mit den identischen Argumenten wie bei den einzelnen Staaten begründet: Wachsende und anhaltende Risiken in Folge der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum – verschärft durch Refinanzierungsprobleme bei Banken und Bankenbranchen ganzer Länder.
Standard & Poor’s ist in der Beurteilung des EFSF schon etwas kritischer als Moody’s
Genau wie Moody’s bewertet auch die Ratingagentur Fitch den vorläufigen Euro-Rettungsschirm EFSF weiterhin mit der Note AAA. Beim Markführer Standard & Poor’s (S & P) wird der ESM-Vorläufer lediglich noch mit AA+ bewertet.
(Bild: © Wackelt das vorläufige AAA-Rating für den EFSF bei Moody’s? Der Ausblick ist nur noch „negativ“: Markus Vogelbacher / www.pixelio.de)
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