Moody’s: Rating-Downgrades für sechs Euro-Zonen-Staaten

14. Februar 2012

Spitzennoten von Frankreich. Österreich und Großbritannien durchaus in Gefahr


Die US-Ratingagentur Moody’s hat den langfristigen Rating-Ausblick für die Euro-Zonen-Mitglieder Frankreich und Österreich und das EU-Mitglied Großbritannien auf „negativ“ gesenkt. Die bisher exzellenten Ratingnoten dieser drei Staaten stehen damit unter verschärfter Beobachtung und ein Verlust der Spitzenbonitäten ist laut den Moody’s-Analysten in Washington nicht mehr ausgeschlossen.

 

Vom Moody’s-Downgrade betroffen: Spanien, Italien, Portugal, Slowenien, Malta und Slowakei


Moody’s: Erwartete Herabstufung für sechs Euro-Zonen-Länder und Gefahr für die Bonitätsnoten von Frankreich, Österreich und GroßbritannienFür weitere Staaten innerhalb der Euro-Zone ging es nicht nur in Sachen Ausblick abwärts, die Kreditwürdigkeit von Portugal und Italien wurde von den Moody’s-Experten um jeweils eine Stufe nach unten gesetzt.

 

Für Spanien ging es am Dienstag sogar gleich um zwei Stufen nach unten.

 

Von der umfassenden Rating-Neubewertung von Seiten der US-Ratingagentur waren am zweiten Handelstag der Woche auch die kleineren Euro-Zonen-Mitglieder Slowenien, Slowakei und Malta betroffen. Sie verloren in den Augen der Moody’s-Analysten ebenfalls eine Bonitätsnote.

 

Keine Überraschungen: Moody’s sieht in der Euro-Zone nach wie vor die gleichen Probleme


Bei der Begründung ihrer jüngsten Herabstufungsrunde beschränkte sich die Analyse von Moody’s auf die üblichen Formeln: Alle neun vom Downgrade betroffenen Staaten seien durch die in 2011 das Geschehen bestimmende Schuldenkrise in der Euro-Zone erheblichen finanziellen und volkswirtschaftlichen Risiken ausgesetzt.

 

Darüber hinaus monierten die Ratingspezialisten in der US-Hauptstadt Washington die nach wie vor schwachen wirtschaftlichen Aussichten und die Gefahr dieser konjunkturellen Eintrübung für die dringend notwendige Umsetzung weiterer Sparmaßnahmen.

 

 

(Bild: © Moody’s verschlechtert Rating und Ausblick für Euro-Zonen-Mitglieder: Gerd Altmann / www.pixelio.de)


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