Mehr Geld für deutschen Staat durch Erbschaftsteuer in 2010

03. Februar 2012

Statistisches Bundesamt: 4,6 Milliarden Euro dank Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer


2010 nahm der deutsche Staat 7,5 Prozent mehr Geld durch Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer ein, insgesamt waren es im vorletzten Jahr 4,6 Milliarden EuroIm Jahr 2010 hat der deutsche Staat nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden einen deutlichen Zuwachs bei den Einnahmen aus der Erbschaftsteuer und der Schenkungsteuer verzeichnen können.

 

Die Zahlen aus dem vorletzten Jahr zeigen einen Anstieg um 7,5 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro.

 

Nach der Steuerreform: Höherer Gesamtwert der besteuerten Vermögen


Wie die Bundesstatistiker am Freitag weiter mitteilten lagen diesen Steuereinnahmen Erbschaften, Vermächtnisse und Schenkungen in Höhe von insgesamt 30,6 Milliarden Euro zu Grunde. Überraschenderweise ist allerdings von 2009 nach 2010 die Zahl der steuerpflichtigen Erbschaften und Vermächtnisse sehr deutlich zurückgegangen.

 

Der Hintergrund: Die 2009 verabschiedete und in Kraft getretene Erbschaftsteuerreform schlug sich erstmals in den Zahlen aus 2010 nieder und führte zu einem Rückgang der steuerpflichtigen Erbschaften und Vermächtnisse um 17,2 Prozent.

 

Der Gesamtwert der besteuerten Vermögen kletterte im gleichen Zeitraum allerdings um 4,6 Prozent und führte so zu steigenden Erbschaftsteuereinnahmen für den deutschen Staat.

 

2010 deutlich weniger steuerpflichtige Schenkungen: minus 33 Prozent nach Steuerreform 2009


Bei den steuerpflichtigen Schenkungen gab es nach Angaben des Statistischen Bundesamts in 2010 gegenüber 2009 einen empfindlichen Einbruch um 33 Prozent, der allerdings auch auf die 2009er-Steuerreform zurückzuführen war. Laut der Statistikbehörde waren zahlreiche Schenkungen von Bürgern auf das Jahr 2009 vorgezogen worden, um noch nach dem alten Recht besteuert zu werden.

 

 

(Bild: © 2010, Finanzamt freute sich über 7,5 Prozent mehr Erbschaft- und Schenkungsteuer: Rainer Sturm / www.pixelio.de)


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