Medienberichte: Niedriglohnsektor in Deutschland wird größer

29. Oktober 2011

Leipziger Volkszeitung liegen unveröffentlichte Jahresdaten der Arbeitsagentur vor


Wie die Nachrichtenagentur AFP und die Deutsche Welle unter Bezugnahme auf einen Bericht der Leipziger Volkszeitung melden, dehnt sich der Niedriglohnsektor in Deutschland weiter unerfreulich aus.

 

Niedriglohnschwellen in Deutschland: 1890 Euro (West) und 1379 Euro (Ost). Die OECD setzt die Niedriglohnschwelle bei weniger als zwei Drittel des Durchschnittslohns an.Die große ostdeutsche Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf bislang unveröffentlichte Jahresstatistiken der Bundesagentur für Arbeit.

 

Über 22 Prozent aller Deutschen arbeiten Vollzeit – und erhalten Niedriglöhne


Diesen Zahlen zufolge liegt der Anteil der Vollzeitbeschäftigten in Deutschland, die nur einen Niedriglohn erhalten, mittlerweile bei 22,8 Prozent.

 

Vor allem Frauen sind von dieser Entwicklung betroffen: Die Statistiken der Bundesagentur zählten über 2,5 Millionen weibliche Arbeitnehmerinnen, die im vergangenen Jahr unterhalb der sogenannten Niedriglohnschwelle arbeiteten.

 

Die Niedriglohnschwelle ist eine Kennzahl, die von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) definiert wurde:

 

Der Niedriglohnsektor beginnt nach dieser Definition bei weniger als zwei Drittel des Durchschnittslohns und liegt aktuell in Deutschland bei 1379 Euro (Ost) beziehungsweise 1890 Euro (West).

 

In welchen Branchen arbeiten die meisten Menschen unter der OECD-Niedriglohnschwelle?


Dem Bericht der Leipziger Volkszeitung zufolge sind vor allem das Gastgewerbe und Haushaltshilfen von dieser Entwicklung am stärksten betroffen: In diesen Branchen arbeiten bereits drei von vier Vollzeitangestellten zu Löhnen unterhalb der Niedriglohngrenze.

 

 

(Bild: © Rainer Aschenbrenner / www.pixelio.de)


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