LME-Verkauf: Deutsche Börse war nicht interessiert

18. Februar 2012

Finanzkreise: US-Börsenbetreiber haben ein Milliarden-Angebot vorgelegt


Das Fusionsfieber unter den großen Börsenbetreibern geht wohl auch 2012 weiter, findet allerdings ohne Beteiligung der Deutsche Börse AG statt.

 

Laut mehrerer übereinstimmender, bislang allerdings noch unbestätigter, Medienberichte haben die drei US-amerikanischen Börsenbetreiber NYSE Euronext, CME und Intercontinental Exchange (ICE) gemeinsam rund 1,2 Milliarden Euro für die in London zum Verkauf stehende Rohstoffbörse London Metal Exchange (LME) geboten.

 

LME: Wie bewerten Analysten die Londoner Rohstoffbörse?


NYSE Euronext, CME und Intercontinental Exchange (ICE): US-Börsenbetreiber wollen laut Finanzkreisen rund 1,2 Mrd. Euro für London Metal Exchange (LME) bieten.Umgerechnet entspricht dies rund einer Milliarde britischen Pfund. Analysten und Branchenkenner des Rohstoffmarktes schätzen den tatsächlichen Unternehmenswert der LME in London (im Bild: Bankenviertel in der britischen Hauptstadt) auf eine Summe im Bereich zwischen 500 Millionen bis 1,5 Millionen britischen Pfund.

 

Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Finanzkreisen erfahren hat, gab die Deutsche Börse AG während der mittlerweile abgelaufenen Bieterfrist für die Londoner Rohstoffbörse kein Angebot ab.

 

Deutsche Börse AG: Erst einmal keine Expansionspläne mehr


„Die Deutsche Börse war während des Bieterprozesses mit einer anderen Baustelle beschäftigt“, sagte eine der Reuters-Quellen und nahm damit natürlich Bezug auf die im Februar 2012 spektakulär gescheiterte Übernahme von NYSE Euronext durch die Deutsche Börse AG.

 

Von Seiten des Managements der Deutschen Börse gab es vor dem Wochenende kein Statement zu den Vorgängen rund um die LME. Bereits Anfang der Woche hatte Deutsche Börse-CEO Reto Francioni Börsen-Zukäufen in der näheren Zukunft eine deutliche Absage erteilt.

 

 

(Bild: © Bankenviertel von London bei Nacht: Bärbel Jobst / www.pixelio.de)


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