Konjunktur in China: Gelockerte Geldpolitik soll Kredite begünstigen
Wohin entwickelt sich die Konjunktur in China?
China punktet aktuell immer noch mit starken Wachstumsdaten, trotzdem gibt es auch in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt durchaus den einen oder anderen sorgenvollen Blick auf die weitere Konjunkturentwicklung.
Um einem möglichen Nachlassen der Konjunktur schon frühzeitig gegenzusteuern hat die Bank of China, die chinesische Notenbank, am Wochenende die staatliche Geldpolitik weiter gelockert.
Chinas Banken müssen künftig weniger Kapitalreserven zurückhalten
Die so genannte Mindestreserve-Anforderung für Banken in China wurde am Samstag um 50 Basispunkte auf 20,5 Prozent heruntergesetzt.
Konkret bedeutet das für die Geldinstitute in China, dass sie künftig beinahe 50 Milliarden Euro zusätzliche liquide Mittel für die Vergabe von Krediten zur Verfügung haben. Der Geldfluss zwischen den Banken einerseits und den Verbrauchern und Unternehmen andererseits soll auf diese Weise gestärkt werden.
Die aktuelle Senkung der obligatorischen Rücklagenquote für chinesische Banken ist übrigens die erste Absenkung der Mindestreserven-Anforderung seit rund drei Jahren.
China: Wachstumsraten seit über einem Jahr rückläufig – allerdings auf sehr hohem Niveau
Zuletzt waren die Kapitalvorgaben an Chinas Banken konstant hoch gehalten worden, weil die Sorgen vor einer Überhitzung der äußerst kräftigen chinesischen Konjunktur fast allgegenwärtig waren.
Chinas Wirtschaft wächst zwar immer noch mit nahezu zweistelligen Raten, das aktuelle Quartal dürfte dennoch schon das fünfte Quartal in Folge sein, in dem das Wachstum schwächer ausfällt als im Vorquartal.
(Bild: © China, Flagge und Umrisse: Gerd Altmann / www.pixelio.de)
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