Japan erlebt tragische Apokalypse von Naturkatastrophen
Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe
Mit einer solchen Verkettung von Unglücksereignissen hatte wohl niemand gerechnet, als am Freitag in Japan die Erde zu beben anfing. Das Megaerdbeben, dass mit einer Stärke von neun auf der Richterskale zweifellos eines der größten Erdbeben war, das die Menschheit je erlebt hat, war auch noch hunderte Kilometer vom Epizentrum entfernt in der japanischen Hauptstadt Tokio zu spüren.
Dass die wirkliche Katastrophe erst noch bevorstand, ahnten zu diesem Zeitpunkt wohl die wenigsten. Ein gigantischer Megatsunami überrollt Japan mit Wellen von mehr als zehn Metern Höhe. Ganze Orte werden ausradiert. In einem Küstenort an der schwer getroffenen Nordküste Japans wird die Hälfte der Bevölkerung vermisst!
Japan erlebt Atomkatastrophe
Als Folge des unglaublichen Erdbebens und der gigantischen Tsunamiüberschwemmungen kam es dann zur nächsten Katastrophe. In Fukushima kam es in einem Atomkraftwerk zu Ausfällen des Kühlsystems nach dem automatischen Herunterfahren des Reaktors. Notstromanlagen funktionierten nicht mehr. Es kam zu einer Explosion, bei der die Gebäudeaußenhaut komplett abgesprengt wurde.
Ob eine Kernschmelze stattgefunden hat oder nicht ist unklar: Die Kommunikation durch die Regierung ist wirr. Auch die Folgen dieser Atomkatastrophe sind nicht vorhersehbar. Am Sonntag wurde sogar in der japanischen Hauptstadt Tokio radioaktive Strahlung gemessen. Droht dem Inselstaat jetzt eine landesweite, nukleare Megakatastrohe?
Börsen am Freitag relativ gefasst
An den Finanzmärkten wirkten sich die jüngsten Ereignisse in Japan nur bedingt aus. Der Dow Jones konnte sogar mit einem deutlichen Plus aus dem Handel gehen. In Deutschland war das Bild gemischt. Vor allem Versicherungsaktien wurden panikartig verkauft. Münchener Rück, Hannover Rück und Allianz erlitten teilweise Kursverluste von mehr als fünf Prozent. Auch Energieversorger standen bei den Anlegern klar auf der Verkaufsliste.
In der Schweiz verlor der zweitgrößte Rückversicherer der Welt, Swiss Re, ebenfalls massiv an Boden. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Anleger allerdings die mögliche Kernschmelze wohl noch nicht auf dem Schirm. Auch gingen die Medien zu diesem Zeitpunkt nur von einigen hundert Toten aus. Am Sonntag war dann bereits die Rede von mehr als 10.000 Toten.
(Foto: © Official U.S. Navy Image / flickr)


