IWF warnt eindringlich vor Privatisierungsstau in Griechenland
Bob Traa, IWF: Der ständige Währungsfonds-Vertreter in Griechenland warnt vor Versäumnissen
Der Internationale Währungsfonds (IWF), heute in Person des niederländischen Finanzexperten Bob Traa, hat heute noch einmal eindringlich vor einer möglichen Zahlungsunfähigkeit der Südeuropäer gewarnt. Traa ist momentan der ständige Vertreter des IWF im schuldengeplagten Griechenland.
Der Hintergrund: Dem IWF gehen die Privatisierungsbemühungen der Verantwortlichen in Griechenland offenbar nicht schnell genug voran – und sind nach Einschätzung des Währungsfonds wohl auch nicht weitreichend genug.
„Kardiogramm eines Toten“: Was bezweckt IWF-Mann Bob Traa mit dieser drastischen Wortwahl?
Bob Traa fiel in diesem Zusammenhang die sicher nicht immer ganz dankbare Rolle zu, die Griechen eindringlichst vor möglichen Konsequenzen weiterer Verzögerungen bei den Privatisierungen zu warnen.
„Das Bild sieht aus wie das Kardiogramm eines Toten, nichts bewegt sich”, waren Traas drastische Worte auf einem Symposium in der Nähe von Athen. Er bezog sich dabei auf die unmittelbaren Fortschritte des hochverschuldeten Landes in der jüngeren Zeit.
Direkt an die Verantwortlichen in Griechenland gewandt sagte der IWF-Abgesandte: „Wenn Sie weiter warten, wird das Land zahlungsunfähig werden”. Christine Lagardes Mann in Athen will also offenbar vor allem eines: Die Griechen wachrütteln.
Bis 2015 muss Griechenland heroische Privatisierungsanstrengungen hinter sich bringen
Bis 2015 will und muss Griechenland Privatisierungen mit einem Gesamtvolumen von circa 50 Milliarden Euro stemmen, nach Einschätzung der IWF-Experten liegen die schuldengeplagten Südeuropäer aber bereits jetzt hinter den mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds vereinbarten Zeitplänen.
Der Hintergrund: Die griechische Regierung und die griechische Opposition konnten sich in vielen Punkten über die praktische Umsetzung noch nicht einigen.
(Bild: © Akropolis in Athen: Manfred Walker / www.pixelio.de)
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