IWF: Christine Lagarde hält EZB-Zinssenkung für nicht die beste Maßnahme
Die IWF-Generaldirektorin machte sich in einem TV-Interview für weitere Bonds-Käufe stark
Christine Lagarde, die französische Generaldirektorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hat in einem Interview mit dem US-TV-Network CNBC der Europäischen Zentralbank von Zinssenkungen abgeraten und sich stattdessen für verstärkte Bonds-Käufe als mögliche Alternative stark gemacht.
IWF zu Zinsschritt: „Wir sind uns nicht sicher, ob das im Moment der beste Weg ist“
Direkt auf die aktuell diskutierten Pläne für eine Senkung des EZB-Leitzinses unter die Marke von einem Prozent angesprochen erklärte Christine Lagarde in Washington, D.C.: „Wir sind uns nicht sicher, ob das im Moment der beste Weg ist.”
Ungeachtet der leisen Kritik von Seiten des Internationalen Währungsfonds wird die EZB unter Federführung ihres italienischen Präsidenten Mario Draghi am morgigen Donnerstag wohl den Leitzins für die Euro-Zone – zum ersten Mal in der Historie der Währungsunion – unter einen Prozentpunkt absenken.
Das deutlichste Signal für einen solchen Zinsschritt waren die jüngsten Äußerungen von EZB-Chefökonom Peter Praet. Seit seinen Statements geht die überwiegende Mehrheit der Finanzexperten davon aus, dass es tatsächlich zu einer Absenkung des Leitzinses um 25 Basispunkte auf 0,75 Prozent kommen wird.
Europäische Zentralbank: Wird auch der Einlagezins weiter abgesenkt=
Eine ganze Reihe von Beobachtern hält es mittlerweile sogar für möglich, dass eine zusätzliche Absenkung des Einlagezinses stattfinden könnte. Der Einlagezins ist der Zinssatz, den die Banken für geparktes Geld bei der EZB bekommen.
(Bild: © Antenne auf dem Empire State Building in New York City: O. Fischer / www.pixelio.de)
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