Investmentfonds günstig kaufen: Tipps und Tricks für Anleger

27. Januar 2011

Die Gebühren richten sich nach dem Vertriebskanal


Die Kosten von Fondsinvestments variieren erheblich. Bei aktiv verwalteten Fonds hängt die Höhe des Ausgabeaufschlags vom gewählten Vertriebsweg ab. Mit etwas Hintergrundwissen können Anleger die Kosten deutlich reduzieren. Doch Vorsicht: Auch bei Fonds ist billiger nicht automatisch besser!


Die Kosten aktiv verwalteter Investmentfonds setzen sich aus dem beim Erwerb fälligen Ausgabeaufschlag und den laufenden Verwaltungskosten zusammen. Bei beiden (!) Komponenten können Privatanleger sparen.


Am teuersten ist die Zeichnung in einer Bankfiliale und direkt über die Kapitalanlagegesellschaft. In der Regel fällt dann der volle reguläre Ausgabeaufschlag an, der bei den meisten in Deutschland zugelassenen Fonds 5 Prozent beträgt. Dieses Geld ist für immer verloren.


5 Prozent Agio sind zu viel


Online Broker gewähren für einen Teil ihres Fonds-Sortiments oder auch für alle angebotenen Fonds einen Rabatt auf den regulären Ausgabeaufschlag. Als Rabatt im eigentlichen Sinne kann der Nachlass aber nicht eingestuft werden, weil der reguläre Aufschlag viel zu hoch ist. Es handelt sich vielmehr um eine Usance des Fondsgeschäfts: Statt 2,5 Prozent Ausgabeaufschlag zu verlangen bietet ein Broker 50 Prozent Rabatt auf das Agio der Fondsgesellschaft.

Maßgeblich bei der Suche nach einem guten Broker für Fonds ist der standardmäßige Rabatt, der immer gewährt wird. Preisnachlässe, die nur für einige wenige Fonds und / oder nur im Rahmen befristeter Sonderaktionen gelten, sollten Anleger eher stutzig machen als zum Kauf anregen: Oft werden über solche Aktionen Ladenhüter verkauft oders kurzfristige Vertriebsziele verfolgt.


Extra-Rabatt über Fondsvermittler


Neben Banken, Brokern und den Fondsgesellschaften bieten auch freie Fondsvermittler Investmentfonds an. Die Depotführung erfolgt bei einer Bank oder einem Broker, wird aber durch den Vermittler begleitet. Fondsvermittler verkaufen Investmentfonds zu geringeren Ausgabeaufschlägen. Oft wird das gesamte Sortiment standardmäßig mit 100 Prozent Rabatt auf den regulären Aufschlag angeboten.


Bei größeren Anlagen, die über einen Fondsvermittler getätigt werden, sind unter Umständen sogar weitere Vorteile möglich. Die Vermittler pflegen oft gute Beziehungen zu Banken und können für die Depots ihrer Kunden Sonderkonditionen durchsetzen. Zu den möglichen Vergünstigungen zählt (ein entsprechendes Depotvolumen vorausgesetzt) zum Beispiel der Verzicht auf (Grund-)Gebühren bei ETF-Sparplänen.



(Foto: © Thorben Wengert / PIXELIO)


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