Interview mit Juncker: Eurozone ist nach Brüssel gut gerüstet
Bericht aus Berlin: Fragen an den langjährigen Euro-Gruppen-Chef
Jean-Claude Juncker zufolge, dem ersten ständigen Vorsitzenden der Euro-Gruppe, kann die Eurozone auch ohne Hilfe von außen die anhaltende Schuldenkrise bewältigen und lösen.
Diese Meinung vertrat der langjährige Vorsitzende der Euro-Gruppe am Wochenende im Fernsehen und zwar in der renommierten ARD-Politiksendung “Bericht aus Berlin”.
Juncker: China kann gerne in Eurozone investieren – politische Gegenleistungen wird es keine geben
Nach Junckers Einschätzung mache es aber durchaus Sinn, dass sich auch Schwellenländer-Giganten wie China, an einer tragfähigen Gesamtlösung der Krise bewältigen würden.
Juncker machte im gleichen Atemzug aber auch deutlich, dass sich die Volksrepublik China für ihre Investitionen in der Euro-Zone keine „politischen Gegenleistungen“ gleich welcher Art erhoffen dürfe.
„Aber auch wenn es nicht dazu käme, dass China und andere Investoren sich beteiligen würden, wären die Beschlüsse, die wir getroffen haben, substanziell genug, um allein Herr der Schuldenkrise werden zu können”, sagte Juncker in der ARD.
Stichwort Italien: Euro-Gruppen-Vorsitzender erinnert Südeuropäer an Reformversprechen
Das schuldengeplagte Italien nahm sich Jean-Claude Juncker ebenfalls noch einmal zur Brust und erneuerte seine Forderungen an die italienische Regierung, die angekündigten Reformen auch wirklich zeitnah durchzusetzen:
„Und Italien hat sich verpflichtet, und dies wird auch überprüft von der Kommission und der Euro-Gruppe, zusätzliche Konsolidierungsmaßnahmen in die Wege zu leiten, gepaart mit substantiellen Strukturreformen. Darauf werden wir sehr achten. Italien kann nicht tun, was ihm in den Kram passt, sondern muss sich so bewegen, wie wir es gemeinsam verabredet haben”, waren die gewohnt deutlichen Worte des Euro-Gruppen-Vorsitzenden in Richtung Italien und Berlusconi.
(Bild: © Ende des Eurozonen-Domino: Kurt F. Domnik / www.pixelio.de)
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