Inflation in Deutschland: August 2011 bringt erneut 2,4 Prozent Teuerung

09. September 2011

Trotz Konjunkturabkühlung: Verbraucherpreise sinken noch nicht wieder


Die sich ankündigende Abkühlung der Konjunktur im Euro-Raum hat im August 2011 noch keinen direkten Effekt auf die Entwicklung der Verbraucherpreise gehabt. Die Teuerungsrate in Deutschland verharrte auch im vergangenen Monat bei 2,4 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres.

 

Als Hauptgrund für diese Entwicklung nannte das Statistische Bundesamt die nach wie vor hohen Energiekosten in der Bundesrepublik. In ihrer vorherigen Inflationsschätzung für den August 2011 waren die Experten des Statistischen Bundesamts noch von einer Inflationsrate in Höhe von 2,3 Prozent ausgegangen.

 

Unerfreulich: Seit Januar 2011 immer über 2,0 Prozent Inflation in Deutschland


Inflation in Deutschland: Acht Monate in Folge mit einer Teuerungsrate außerhalb des Preisstabilitätskorridors der EZBDie nun vermeldeten 2,4 Prozent stellen den höchsten Anstieg bei den Verbraucherpreisen seit knapp 36 Monaten dar. Im Vergleich zum Vormonat, dem Juli 2011, verharrt die deutsche Inflationsrate allerdings auf der Stelle: Schon im Juli hatten die Destatis-Zahlen eine Teuerungsrate von 2,4 Prozent ergeben.

 

Die Inflationsrate in Deutschland liegt damit seit Jahresbeginn konstant außerhalb des Korridors, der von der EZB mit Preisstabilität gleichgesetzt wird.

 

Erst bei einer Inflationsrate von maximal zwei Prozent, besser noch etwas unterhalb dieser Marke, geht die Europäische Zentralbank tatsächlich von stabilen Preisen aus.

 

Schwächelnde Weltkonjunktur dürfte spätestens 2012 stärkeren Einfluss auf die Teuerung haben


In den kommenden Monaten sehen die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Experten die Teuerung, auch in Deutschland, aber auf dem Rückzug. Der Hintergrund: Die sich seit dem zweiten Quartal wieder abschwächende Weltkonjunktur dürfte recht schnell auch preisdämpfende Effekte in den Bereichen Energie und Rohstoffe haben.

 

Der scheidende EZB-Präsident Jean-Claude Trichet ging mit seiner Einschätzung zuletzt sogar noch weiter und prognostizierte für das kommende Jahr eine Inflationsrate unter der 2-Prozent-Marke – und zwar für die gesamte Euro-Zone!

 

 

(Bild: © Gerd Altmann / www.pixelio.de)


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