ifo: Index für das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone weiter verbessert

10. Mai 2012

Münchener Wirtschaftsforscher befragten 279 Experten zum Wirtschaftsklima in Europa


Das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone hat sich dem München ansässigen Wirtschaftsforschungsinstitut CESifo zufolge im Frühjahr 2012 weiter verbessert. Die aktuelle Umfrage basiert dabei nicht auf einer Befragung von Unternehmern sondern auf einer Erhebung unter Experten.

 

Verbesserung: Zum Q4 2011 hat das ifo-Wirtschaftsklima (Euro-Zone) fast 16 Zähler gewonnen


Das ifo-Institut befragte 279 Experten zu ihrer Einschätzung des Wirtschaftsklimas im Euro-Raum, der daraus resultierende Index stieg zum Ende des ersten Quartals 2012 deutlich auf 100,3 Zähler. Im vierten Quartal 2011 hatte der Wirtschaftsklimaindex für die Euro-Zone noch bei 84,4 Punkten gelegen.

 

Auch der aktuelle Wert gibt den Münchener Wirtschaftsforschern zufolge noch keinen Anlass zur Erleichterung, denn er liegt weiterhin deutlich unter dem langfristigen Index-Durchschnitt von rund 109 Zählern. Dies deutet laut CESifo weiter deutlich auf eine angespannte Situation in der europäischen Wirtschaft hin.

 

Der ifo-Wirtschaftsklimaindex für die Euro-Zone zeigt sich laut CESifo weiter verbessert, liegt aber immer noch unter dem langfristigen Index-Durchschnitt von 109 Punkten. Die wirtschaftliche Entwicklung im Euro-Raum geht zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten allerdings weit auseinander.Während sich der Teilindex zur aktuellen wirtschaftlichen Lage nur leicht aufhellte, zeigten sich die von der CESifo Group befragten Experten für die kommenden sechs Monate deutlich zuversichtlicher.

 

Deutschland und Estland haben in der Euro-Zone aktuell die besten Perspektiven


Das Wirtschaftsklima für die Euro-Zone ist aber natürlich ein Durchschnittswert für alle Staaten im Gemeinschaftswährungsraum, innerhalb von Europa gibt es himmelweite Unterschiede:

 

Für Deutschland und Estland wird das Wirtschaftsklima übereinstimmend als erfreulich beschrieben, mit Abstrichen ist es auch in Österreich, den Niederlanden, Belgien, Irland und Frankreich noch gut. Die Wirtschaft in Griechenland, Italien, Portugal und Spanien steckt hingegen weiter in anhaltenden und großen Schwierigkeiten.

 

 

(Bild: © ifo-Wirtschaftsklima für die Euro-Zone zeigt große Unterschiede zwischen den Mitgliedsstaaten: Tony Hegewald / www.pixelio.de)


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