Girokonto: Targobank senkt Zinsen für Kreditkarten-Teilzahlung
Mit Revolving Cards wird Flexibilität teuer erkauft
Die Targobank wird am 29. Juli die Sollzinssätze bei vier ihrer Kreditkartenmodelle senken. Wer die Teilzahlungsfunktion in Anspruch nimmt, zahlt künftig 14,54 statt 14,72 Prozent Zinsen im Jahr. Kreditkarten mit revolvierendem Kreditrahmen sind ein teures Vergnügen.
Die Zinssenkung gilt für die Kartenmodelle „Classic“, „Gold“, „Pluspunkt“ und „Premium“. Trotz der Rücknahme des Zinssatzes bleiben Teilzahlungen mit Kreditkarten der Targobank selbst im Vergleich zu anderen Kreditkarten mit Kreditfunktion ein teures Vergnügen.
Erhöhte Überschuldungsgefahr
Die Zinssätze der meisten Revolving Cards liegen noch ein bis drei Prozentpunkte über dem Marktdurchschnitt für Dispokredite. Die üblicherweise niedrige Mindestrückzahlung von 2-5 Prozent des jeweils offenen Saldos pro Monat birgt die latente Gefahr einer Überschuldung.
Wenn nur die Mindestrate zurückbezahlt wird ergeben sich bei hohen Sollzinssätzen rechnerische Laufzeiten von mehreren Jahren bis zum vollständigen Kontoausgleich. Vor allem Bankkunden mit chronisch ausgereiztem Budget und/oder mangelnder Ausgabendisziplin sind gefährdet.
Niedriges Zinsniveau bringt Dauer-Schuldnern wenig
Das historisch niedrige Zinsniveau bringt jenen am wenigsten, die besonders hoch in Krediten mit variabler Verzinsung verschuldet sind. Neben Teilzahlungen bei Kreditkarten zählen dazu auch Dispokredite. Die durchschnittlichen Zinssätze sind hier selbst absolut betrachtet weniger stark gesunken als bei Immobilienkrediten.
Wenn ein hoher Preis in einem Umfeld sinkender Preise nicht oder nur wenig gesenkt wird, liegt das an der Zahlungsbereitschaft des Kunden. Dauer-Schuldner sind besonders selten bereit, ihre Verbindlichkeiten umzuschulden oder zu einer anderen Bank mit besseren Konditionen zu wechseln.
(Foto: © Gerd Altmann / www.pixelio.de)
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