Girokonto: 100 Euro Startguthaben sind drin
Langfristige Kosten sollten beim Girokontovergleich den Ausschlag geben
Banken investieren derzeit so viel in die Neukundengewinnung wie lange nicht. Wer ein neues Girokonto eröffnet, erhält bis zu 100 Euro Startguthaben. Wichtiger als einmalige Boni sollten beim Girokontovergleich aber die langfristigen Kosten unter Berücksichtigung des persönlichen Nutzungsverhaltens sein.
Die Postbank kleckert nicht, sondern klotzt: 100 Euro Startguthaben sind für die Eröffnung eines Girokontos aufgerufen. Die Aktion läuft bis zum 31. Dezember. Besondere Bedingungen müssen für die Prämie nicht erfüllt werden. Ohne Gehaltseingang kostet das Konto allerdings 5,90 Euro pro Monat. Dass die Postbank diesen Betrag auslobt, hat einen simplen Hintergrund: Wer auffallen will, darf nicht deutlich weniger bieten.
50 Euro sind längst Standard
50 Euro Startguthaben für ein neues Girokonto sind längst Standard. Im Banklupe Girokontovergleich zahlen sieben Institute Neukunden einen einmaligen Bonus. In keinem Fall liegt er unterhalb von 50 Euro. Viele der mit Bonus beworbenen Konten sind nicht einmal mit Fixkosten verbunden – die Amortisation aus Sicht der Bank ist also im Einzelfall ungewiss.
Beispiel ING-DiBa: Das Girokonto wird mit 50 Euro Startguthaben beworben. Die Prämie setzt drei Geldeingänge ab 1.000 Euro in den ersten sechs Monaten nach der Kontoeröffnung voraus. Die Kontoführung ist bedingungslos kostenfrei und inkludiert neben einer EC- und Kreditkarte auch alle gängigen Aufträge und Buchungsposten.
Doppelte Prämie bei Nichtgefallen
Die comdirect lockt Neukunden mit einem Bonus in Höhe von 50 Euro und setzt dabei lediglich eine aktive Nutzung voraus. Das Konto ist ebenfalls bedingungslos kostenfrei und mit einem Kartendoppel ohne Aufpreis ausgestattet. Kündigt ein geworbener Neukunde das Konto wegen Nichtgefallens, erhält er unter Bedingungen weitere 50 Euro noch vor der Kontolöschung gutgeschrieben – die comdirect bezeichnet diese Maßnahme als „Zufriedenheitsgarantie“.
Ein Kontowechsel lohnt sich auch ohne Bonus, wenn die Kontoführungsgebühren und – bei regelmäßiger Nutzung des Dispokredits – die Sollzinsen im Vergleich zur Hausbank niedriger sind. Wenn diese Bedingung erfüllt ist, kann der Bonus als Entschädigung für den Aufwand des Wechsels betrachtet werden.
(Foto: © SarahC. / www.pixelio.de)
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