Geißler und Gabriel: Geschäftsbanken und Investmentbanking trennen
SPD-Vorsitzender Gabriel und früherer CDU-Generalsekretär Geißler überraschenderweise ganz einer Meinung
Heiner Geißler, der ehemalige Generalsekretär der CDU, ist in und außerhalb seiner Partei dafür bekannt auch gerne einmal sehr kontroverse Positionen zu vertreten.
So auch vor kurzem: Im Gespräch mit ZDF-heute reagierte CDU-Mann Geißler vor kurzem grundsätzlich positiv auf einen Vorstoß des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel.
Dieser hatte öffentlich eine vollständige Trennung von Geschäftsbanken und Investmentbanken vorgeschlagen, um so die Risiken des Investmentbanking von den „normalen“ Bankgeschäften fernzuhalten.
Zerschlagung der Deutsche Bank und anderer Großbanken: Zu radikale Lösung oder ganz folgerichtig?
In diesem Zusammengang brachte der frühere CDU-Generalsekretär nun sogar eine Zerschlagung beziehungsweise großangelegte Entflechtung des Branchenprimus, der Deutsche Bank-Gruppe, in die Diskussion ein:
„Die Deutsche Bank muss entflochten werden”, sagte Geißler laut heute.de. „Zumindest brauchen die eine klare Trennung zwischen ihrem Geschäftsbereich und ihrem Investmentbank-Bereich“, präzisierte der ehemalige CDU-Spitzenpolitiker auf Rückfragen seine Position.
Der Hintergrund: Wie bei vielen anderen Großbanken auch, insbesondere bei den systemrelevanten, stammen bei der Deutschen Bank im Schnitt rund 70 Prozent der Konzerngewinne aus dem ebenso lukrativen wie riskanten Investmentbanking-Geschäft.
Überraschend: Auch das Bundesfinanzministerium kennt bei der Bankensektor-Neuordnung keine Denkverbote
Auch aus dem Bundesfinanzministerium sind überraschenderweise mittlerweile deutliche Signale bezüglich einer grundlegenden Neuordnung des Bankensektors zu vernehmen.
Zielsetzung auch hier: Die Kunden der Geschäftsbanken sollen besser von den hohen Risiken des Spekulationsgeschäfts der Investmentbanking-Sparten abgeschirmt werden.
(Bild: © Gerd Altmann / www.pixelio.de)
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