Frankreich: Statistikbehörde INSEE prognostiziert Rezession

16. Dezember 2011

Q4 2011 und Q1 2012: Zum Jahreswechsel gehen die INSEE-Experten von einer Eintrübung aus


Institut National de la Statistique et des Études Économiques: Französische Statistikbehörde INSEE sieht Frankreichs Wirtschaft im laufenden Quartal und im ersten Quartal des kommenden Jahres in einer leichten Rezession.Frankreich, neben Deutschland das zweite große wirtschaftliche und politische Schwergewicht innerhalb von EU und Euro-Zone, rutscht über den Jahreswechsel 2011/2012 wohl in eine leichte Rezession hinein.

 

Wie die französische Statistikbehörde INSEE (Institut National de la Statistique et des Études Économiques) vor dem Wochenende gemeldet hat, dürfte die Wirtschaftsleistung Frankreichs im Q4 2011 um circa 0,2 Prozentpunkte schrumpfen, für das folgende Quartal (Q1 2012) erwarten die Statistik-Experten dann einen weiteren leichten BIP-Rückgang um circa 0,1 Prozent.

 

Im kürzlich zu Ende gegangenen dritten Quartal des laufenden Jahres war die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft des Euro-Raums noch immerhin um 0,4 Prozent gewachsen.

 

Reuters-Experten: Die Erwartungen an die französischen BIP-Perspektiven waren höher


Die Erwartungen zahlreicher Experten, die von der Nachrichtenagentur Reuters im Vorfeld der INSEE-Zahlen zu ihrer Einschätzung der Lage in Frankreich befragt worden waren, wurden durch die aktuellen BIP-Zahlen enttäuscht:

 

Die Reuters-Experten hatten für das laufende vierte Quartal immerhin noch mit einem Plus von 0,1 Prozent gerechnet, für das Auftaktquartal 2012 wurde dann schon wieder ein etwas soliderer BIP-Zuwachs in Höhe von 0,3 Prozent erwartet.

 

Sicher entscheidende Themen für Präsidentschaftswahl: Rezession und Arbeitsmarkt


Die momentane wirtschaftliche Lage in Frankreich wird sicher eine Schlüsselrolle bei den in wenigen Monaten anstehenden Präsidentschaftswahlen spielen. Vor allem weil, zumindest der INSEE-Prognose zufolge, die schwächelnde französische Wirtschaft auch auf den Arbeitsmarkt des Landes durchschlagen dürfte.

 

 

(Bild: © Frankreich, ein weiteres Krisenland in der Euro-Zone? Gerd Altmann / www.pixelio.de)


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