Finanzen und Sparen: Jungen Leuten fehlt es oft an Interesse und Wissen
Knapp die Hälfte der 18- bis 39-Jährige beschäftigt sich nicht detailiert mit ihrer aktuellen Finanzsituation
Die junge Zielgruppe muss an die Finanzwelt herangeführt werden: 1/6 der jungen Bankkunden ist komplett überfordert. Mit Online Banking und vor allem Mobile Banking haben die Banken zwar jetzt die richtigen Medien erobert, nun gilt es aber auch die Kundengruppe gezielt anzusprechen und ein Bewusstsein für Geld & Anlagen hervorzurufen. Denn hier haperts.
Sparen ja, aber ohne System

Jeder Fünfte hat sich seit über einem Jahr keinen Überlick mehr über seine Finanzen verschafft. Gespart wird dennoch – aber oft ohne Strategie. Laut einer aktuellen Studie vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband verfügen 3/4 der jungen Menschen über einen Notgroschen, oft auf dem Girokonto. Der Rest kann jedoch nicht ausreichend auf kurzfristigen Geldbedarf reagieren. Die Gefahr in die Schuldenfalle zu geraten ist entsprechend groß.
Denn hier fehlt es an System: Zwar sparen viele bewusst für langfristige Ziele, wie Immobilien oder Altervorsorge, vergessen dabei aber die Sicherung schnell verfügbarer Geldanlagen. Hierfür eignet sich beispielsweise ein Tagesgeldkonto.
Je geringer das Einkommen, desto negativer die Einstellung zu Geld
Deutlich wird in der Studie mit rund 1.000 Befragten vor allem, dass Besserverdiener sich überdurchschnittlich stark über Spar- und Finanzierungsmöglichkeiten informieren. Nämlich doppelt so häufig (64 %), wie Niedrigverdiener (32 %). Ein problematisches Ergebnis, denn es zeigt, dass es gerade dort an Aufklärung mangelt, wo Information und Handeln gefragt sind.
Positiv motiviert sind die Haushaltsgründer: Mehr als 2/3 beschäftigen sich in der Zeit des Auszugs und bis zu 2 Jahre danach gern mit Geldangelegenheiten.
Informationen werden vor allem über neue Medien eingeholt
Wer im letzten Jahr einen Vertrag mit Bank oder Versicherung entweder gekündigt oder abgeschlossen hat, war in 78 % der Fälle speziell informiert. 22 % haben sich im Vorfeld nicht genauer damit beschäftigt und haben eher intuitiv gehandelt.
Bei der Frage nach den beliebtesten Informationsquellen gab mehr als die Hälfte an, sich über Finanzen überwiegend medial zu informieren, also durch Fernsehen, (Fach-)Zeitschriften, Zeitungen und Internet. Knapp die Hälfte (47 %) holt sich Informationen direkt beim Berater. 36 % verlassen sich auf den Rat von Freunden und Verwandten, wobei hier vor allem junge Erwachsene bis 30 den Großteil bilden.
Die komplette Studie “Finanzkompetenz junger Erwachsener” gibt’s hier.
(Foto: © hvaldez1 / stock.xchng)
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